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ATAG Benelux ist der erste Anbieter in der niederländischen Küchengerätebranche, der auf Stufe 4 der CSR-Leistungsleiter zertifiziert wurde

ATAG Benelux ist der erste Anbieter in der niederländischen Küchengerätebranche, der auf Stufe 4 der CSR-Leistungsleiter zertifiziert wurde

Der Anbieter verbindet Kreislaufwirtschaft mit der Zusammenarbeit in der Lieferkette und will bis 2030 jährlich mindestens 2.000 generalüberholte Geräte wieder in den Umlauf bringen

ATAG Benelux ist der erste Anbieter in der niederländischen Küchengerätebranche, der auf Stufe 4 der CSR-Leistungsleiter zertifiziert wurde. Die Zertifizierung wurde Mitte Februar 2026 nach einem sechstägigen externen Audit durch DEKRA erteilt. Damit wurde unabhängig festgestellt, dass ATAG Benelux Nachhaltigkeit nicht nur innerhalb der eigenen Organisation verankert, sondern auch gemeinsam mit Lieferanten, Kunden, gesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen an nachweisbaren Auswirkungen in der Lieferkette arbeitet. Die Kreislaufwirtschaft ist dabei ein wichtiger Schwerpunkt: Bis 2030 will ATAG Benelux jährlich mindestens 2.000 generalüberholte Küchengeräte über seine Partner wieder in Umlauf bringen.

Die Zertifizierung gilt für ATAG Benelux und alle vertriebenen Marken: ATAG, Pelgrim, ETNA, Hisense und ASKO. Der Aufstieg auf Stufe 4 ist eine Anerkennung des Kurses, den das Unternehmen bereits zuvor eingeschlagen hat. Im Rahmen verschiedener Projekte arbeitet ATAG Benelux gemeinsam mit Partnern entlang der Lieferkette an der Wiederverwendung von Geräten und Rohstoffen, an sozialer Beschäftigung, einem gesünderen Raumklima und barrierefreien Küchenlösungen.

Von der internen Nachhaltigkeit hin zu Auswirkungen in der gesamten Lieferkette

Die CSR-Leistungsleiter ist ein Zertifizierungsstandard für sozial verantwortliches Unternehmertum. Die Norm macht nachhaltige Entwicklung anhand der Säulen „People“, „Planet“ und „Prosperity“ konkret und nachweisbar. Während sich Stufe 3 vor allem auf die eigene Organisation und Leistungen konzentriert, die innerhalb der Branche allgemein erreichbar sind, erfordert Stufe 4 ausdrücklich nachweisbare Verantwortung und Zusammenarbeit in der Lieferkette.

Für ATAG Benelux bedeutete der Schritt auf Stufe 4 keinen völlig neuen Kurs, sondern eine weitere Vertiefung und Verankerung des bestehenden Ansatzes. Die Zusammenarbeit mit Partnern in der Lieferkette ist nicht nur Teil einzelner Initiativen, sondern strukturell in der Nachhaltigkeitspolitik und dem CSR-Managementsystem verankert.

“Die größte Wirkung erzielen wir, wenn wir die Nachhaltigkeit nicht auf unsere eigenen vier Wände beschränken”, sagt Jan van Os, Innovationsmanager bei ATAG Benelux. “Indem wir Wissen, Erfahrung und Infrastruktur mit unseren Partnern vernetzen, können wir konkrete Schritte unternehmen, die keine der beteiligten Parteien allein umsetzen könnte. Die Stufe 4 bestätigt, dass diese Zusammenarbeit nachweislich Teil unserer Arbeitsweise ist.”

Küchengeräte erhalten ein zweites Leben

Ein wichtiges Beispiel für den Kettenansatz ist die Sammlung und Aufbereitung von gebrauchten Küchengeräten. ATAG Benelux arbeitet hierfür mit der Stiftung OPEN und Road2Work zusammen. Die Stiftung OPEN ist an der Sammlung beteiligt, woraufhin Road2Work die Geräte abholt und für die Wiederverwendung aufbereitet.

Geräte, die jünger als drei Jahre sind, können nach einer Überprüfung und Aufbereitung von ATAG Benelux über Partner wieder in Umlauf gebracht werden. Ältere Geräte, die noch einwandfrei funktionieren, werden nach Möglichkeit über andere Kanäle, wie beispielsweise Secondhand-Läden, weiterverwertet. Ist eine Wiederverwendung nicht mehr möglich, werden Geräte und Materialien so umweltgerecht wie möglich entsorgt.

Derzeit können etwa 30 Prozent der zurückgegebenen Geräte wiederverwendet werden. Derzeit handelt es sich dabei um Hunderte von Geräten pro Jahr. ATAG Benelux will diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigern und bis 2030 jährlich mindestens 2.000 generalüberholte Geräte bei Partnern wieder einsetzen.

“Warum sollte ein Gerät nach nur einem Benutzer seinen Wert verlieren? Ein Backofen, der bereits die leckersten Gerichte zubereitet hat, kann dies bei richtiger Wartung und Handhabung auch in einer nächsten Küche tun”, so Van Os. “Mit unserem Ziel für 2030 setzen wir die Kreislaufwirtschaft konkret um. Wir verlängern die Lebensdauer von Geräten, schonen Rohstoffe und machen zuverlässige Küchengeräte für verschiedene Zielgruppen zugänglich.”

Kreislaufwirtschaft schafft auch sozialen Mehrwert

Die Kreislaufwirtschaftsprojekte bringen nicht nur ökologische Vorteile mit sich. Road2Work bindet bei der Aufbereitung von Geräten Menschen ein, die auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Auch bei der Zusammenarbeit mit E-Care, die auf die Aufbereitung und Wiederverwendung gebrauchter Induktionskochfelder und „Hood-in-Hob“-Produkte von ATAG und ETNA ausgerichtet ist, werden Menschen eingesetzt, für die der Zugang zum Arbeitsmarkt nicht selbstverständlich ist.

Lieferanten aktiv in den Verbesserungsprozess einbeziehen

Für ATAG Benelux beginnt die Verantwortung in der Lieferkette bereits beim Einkauf. Das Unternehmen hat ein Rahmenwerk entwickelt, anhand dessen Lieferanten hinsichtlich relevanter CSR-Themen bewertet werden. Ziel ist es, nicht nur festzustellen, ob Lieferanten die gestellten Anforderungen erfüllen, sondern auch gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. ATAG Benelux möchte in den kommenden Jahren mehr Lieferanten, Geschäftskunden und andere Partner in seine Nachhaltigkeitsinitiativen einbeziehen.

Innovation für ein gesünderes Raumklima

Auch Forschung und Produktentwicklung werden in Zusammenarbeit mit externen Experten vorangetrieben. Durch die Zusammenarbeit mit TNO hat ATAG Benelux tiefere Einblicke in die Entstehung und Ausbreitung von Feinstaub beim Kochen gewonnen. Dieses Wissen wurde bei der Entwicklung von Feinstaubfiltern und Plasmaeinheiten genutzt, die zur Reduzierung von Feinstaub beitragen.

Darüber hinaus hat ATAG Benelux eine flüsterleise Dunstabzugshaube entwickelt, die eine Wärmerückgewinnungsanlage ferngesteuert ansteuern kann. Damit werden Küchenbelüftung, Luftqualität und energieeffizientes Wohnen miteinander verbunden.

Das Kochen zugänglicher machen und Wissen weitergeben

ATAG Benelux arbeitet gemeinsam mit Partnern an Küchenlösungen für Menschen, die beim Kochen auf Hindernisse stoßen. Nach Initiativen rund um das Kochen für Menschen mit einer Sehbehinderung richtet sich ein weiteres Projekt an Menschen mit einer beginnenden Form von Demenz. Gemeinsam mit Partnern aus der Branche, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen untersucht ATAG Benelux, welche Innovationen dazu beitragen können, dass diese Zielgruppe länger sicher und selbstständig kochen kann. Dieses Projekt befindet sich noch in der Forschungsphase.

Außerdem bindet ATAG Benelux Studierende in Projekte rund um Reparatur, Sanierung und Kreislaufwirtschaft ein, wobei diese auf der Grundlage ihres Studiums und aus ihrer eigenen Perspektive zu aktuellen Nachhaltigkeitsfragen beitragen und gleichzeitig relevante Praxiserfahrung sammeln.

Stufe 4 bildet die Grundlage für weiteres Wachstum

Die Ziele von ATAG Benelux gehen über die Projekte in den Bereichen Wiederverwendung, Barrierefreiheit und Wissensaustausch hinaus. Auch die Verringerung der Klimaauswirkungen bleibt ein wichtiger Schwerpunkt. Konkret zeigt sich dies in den Bereichen Elektromobilität, intermodaler Verkehr und Produktion in Europa.

Obwohl Stufe 4 die zweithöchste Stufe der CSR-Leistungsleiter ist, betrachtet ATAG Benelux die Zertifizierung nicht als Endziel. In den kommenden Jahren liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau von Kooperationen sowie der weiteren Steigerung und dem Nachweis der gesellschaftlichen Wirkung. Stufe 5 könnte langfristig ein logischer nächster Schritt sein.

Van Os: “Ein Zertifikat ist wertvoll, weil es unabhängig bestätigt, dass unser Ansatz funktioniert. Der eigentliche Fortschritt liegt jedoch darin, was wir anschließend gemeinsam erreichen: mehr Geräte, die ein zweites Leben erhalten, weniger Verschwendung von Rohstoffen und Küchenlösungen, die für mehr Menschen gesund, sicher und zugänglich sind.”

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