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'Der Verkäufer im Ausstellungsraum wird in Zukunft viel mehr ein Innenarchitekt sein'
Die Verbraucher werden ihre Küchengeräte austauschen, wenn sie länger in ihrer jetzigen Wohnung leben.

Der Verkäufer im Ausstellungsraum wird in Zukunft viel mehr ein Innenarchitekt sein.

Ersatzmarkt wächst     

Die Küchenlandschaft ist im Wandel. Der Grund? Richtig: der ins Stocken geratene Wohnungsmarkt. Vor allem für Erstkäufer ist es fast unmöglich geworden, einen Anfang zu machen: Der Kauf eines Eigenheims ist keine Option mehr. Zwar werden viele Geschäfts- und Bürogebäude in kleine Einzelwohnungen umgewandelt, aber das wird das Wohnungsproblem in den Niederlanden natürlich nicht lösen. So oder so, es hat große Auswirkungen auf den Küchenmarkt.

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In der Küche der Zukunft: alles kompakt und effizient angeordnet.

Wir sprechen mit Ron de Rijk. "In den Niederlanden waren wir es gewohnt, etwa alle sieben Jahre umzuziehen. Dieser Zeitraum wurde inzwischen ausgedehnt. Die Menschen bleiben länger - oft gezwungenermaßen - an einem Ort. Der Ersatzmarkt in den Niederlanden wird daher an Bedeutung gewinnen. Das erfordert von uns andere Einsichten".

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Ron de Rijk ist Business Unit Manager Kitchen Retail and Built-in Assortment bei Beko.

Schön, sich mit Ron in dieser Kolumne auszutauschen. Denn... Zukunftsvisionen können wir immer gebrauchen. Um von ihm zu lernen. Ron ist seit Jahren in der Küchenbranche tätig, jetzt bei Beko, einem Anbieter von Küchengeräten. Er kennt sich also bestens aus. 

"Wenn wir uns die gesamte Kette ansehen, sehen wir, dass sich die Rolle der Banken erheblich verändert hat", sagt Ron. "Früher war es kein Problem, jungen Leuten eine Hypothek zu geben und dann noch eine Finanzierung von 20.000 oder 30.000 Euro obendrauf zu legen, wo man sagte: 'Kauf dir dafür eine schöne Küche. Nun... diese Zeiten sind vorbei. Auf jeden Fall müssen die jungen Leute mehr eigenes Geld in die Hand nehmen, wenn sie überhaupt etwas kaufen können, aber Sie können sich vorstellen, dass dies die Küchenindustrie stark belastet. Außerdem ziehen die Menschen seltener um und entscheiden sich eher für die Modernisierung ihrer eigenen Wohnung. Daher denke ich, dass der Verkäufer im Ausstellungsraum immer mehr zu einem Innenarchitekten wird, um eine umfassendere Beratung zu bieten. Es reicht nicht mehr aus, sich nur mit der Küche selbst auszukennen. Die Stärke wird darin liegen, zu helfen, längerfristige und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Die andere Möglichkeit ist der Austausch von Küchengeräten durch Verbraucher, die länger in ihrer Wohnung bleiben. "Früher war dieses spezifische Wissen und diese Expertise im Elektrohandel weniger präsent, aber mit der Entwicklung der Online-Anbieter sehen wir, dass der Marktanteil dort steigt. Und wenn man etwas von den Einbaugeräten ersetzen will, so kommt man zu einer Geschichte, in der es um die richtige Beratung bezüglich der Dimensionierung und Installation geht."

Ron erwartet, dass kleine Küchenfachgeschäfte, die per Definition flexibel sind, besonders gut darauf reagieren können. "Ein Unternehmer im Küchenhandel sollte daher ein Netzwerk von professionellen Installateuren und Monteuren um sich scharen, um diese neue Nachfrage, die zunehmend im Showroom entsteht, bedienen zu können. Große Küchenfachgeschäfte haben dagegen oft etwas weniger Schlagkraft, aber auch für sie gilt: Der Verkäufer im Showroom wird ein anderes Gespräch mit dem Verbraucher führen."

Kleineres Wohnen

Es gibt auch einen klaren Trend, dass viel kleiner gebaut wird. "Die Menschen ziehen auf weniger Quadratmetern ein. Das bedeutet - vor allem bei den jüngeren Verbrauchern - eine Suche nach einer effizienteren Nutzung der Quadratmeter in der Küche. Die Geräte werden immer multifunktionaler. Und sie werden weniger Platz beanspruchen. Denken Sie aber auch an den Aspekt der Nachhaltigkeit: Wenn immer mehr Menschen ihre Essgewohnheiten ändern und sich zum Beispiel vegan ernähren, wird sich das auch auf die Entscheidungen auswirken, die Sie bei der Planung und dem Kauf Ihrer Küche treffen.

In den kommenden Jahren wird sich also einiges tun, da die Verbraucher im Vergleich zu vor 10 oder 20 Jahren sehr viel besser informiert sind. Ron fasst zusammen: "Schließlich lässt sich jeder auf Instagram und Pinterest inspirieren und erstellt sein eigenes Moodboard. Die Verbraucher sind visuell informierter und werden zunehmend ihre eigenen Bilder oder Ideen einbringen. Und das ist gut so. Es liegt aber an uns - als Markt -, damit klug, kaufmännisch und unternehmerisch umzugehen. Die Stärke eines guten Beraters liegt nach wie vor in der Kreativität, das Bild, das der Verbraucher bereits kreiert hat, in der praktischsten Form umzusetzen."

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