Bei der Küchenlüftung gibt es ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen neuen Studie. Sowohl die Geräte selbst und ihre Steuerung als auch die Abluft- und Lüftungsführung können optimiert werden.
Als Industriepartner von gleich drei Forschungsinstituten stellte Naber mit der Studie einmal mehr seine Kompetenz und Innovationskraft beim Thema "Küchenlüftung" unter Beweis. Untersucht wurden alle Faktoren, die die Effizienz einer Dunstabzugshaube und ihrer Komponenten beeinflussen: allen voran die Erfassungsrate, mit der die Dunstabzugshaube feuchte, geruchs- und schadstoffbeladene Kochdünste ansaugt und aus dem Wohnbereich abführt. Und weiter: Möglichkeiten, mit Hilfe von Sensoren die Luftleistung des Geräts und damit den Energieverbrauch an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Der Energieverlust durch die Abluftklappe wurde ebenso untersucht wie verschiedene Varianten der Nachströmung von Luft in Abluftsystemen. Nicht zuletzt konzentrierten sich die Forscher auf den Einfluss von Größe und Alterungsverhalten bei Lüftungsfiltern.

Untersucht wurden die Erfassungsraten von fünf Überkopfdunstabzugshauben und drei Schrägabzugshauben, alle im Abluftbetrieb. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede in der Erfassung des Wasserdampfes, in der dafür erforderlichen Luftleistung und im Stromverbrauch. Eine hocheffiziente Dunstabzugshaube transportierte 90 Prozent des Kochdunstes mit nur etwa 200 Kubikmetern pro Stunde (m³/h) aus dem Raum. Andere Modelle benötigen für die gleiche Erfassungsrate rund 500 m³/h oder erreichen eine deutlich geringere Reinigungsleistung. Das wirkt sich auch auf den Stromverbrauch des Geräts und auf den Heizbedarf der Wohnung aus, denn mit weniger Luftleistung muss auch weniger Raumluft beheizt werden. Sehr gute Dunstabzugshauben verursachen im gewählten Referenzhaus (Passivhaus, 156 m² beheizte Fläche, Nutzung für 0,5 Stunden pro Tag) nur 80 Kilowattstunden Heizbedarf pro Jahr (kWh/a). Schlechte Geräte verursachen mehr als das Doppelte des Heizbedarfs. Sehr hoch ist dieser Wert bei Kochfeldabzügen, deren Werte aus einer früheren Studie stammen: Aufgrund des hohen Luftvolumens, das zur Abführung des aufsteigenden Wasserdampfes benötigt wird, ist der Heizbedarf im Abluftbetrieb mehr als dreimal so hoch wie bei der besten Dunstabzugshaube.

In der Praxis hängt die Leistung auch stark von der verwendeten Luftführung ab. Hier bietet Naber mit COMPAIR PRIME flow® ein aerodynamisch optimales System, das sowohl in Flach- als auch in Rundrohren äußerst einfach und flexibel eingebaut werden kann.
Die Dunstabzugshaube muss nicht immer mit maximaler Leistung arbeiten. In der Kochphase oder bei niedrigen Kochfeldtemperaturen reicht eine geringere Luftleistung für eine gute Reinigung aus. "Hier können Sensoren die Luftqualität, z.B. hinsichtlich Feuchtigkeit oder Geruch und Schadstoffen (VOC), erfassen und die Dunstabzugshaube direkt entsprechend steuern. Oder man nutzt indirekte Steuerungseinrichtungen, z.B. über die Anzahl und Temperatur der aktiven Kochzonen", sagt Dr. Ing. Alfred Bruns, der die Studie betreut hat. Alfred Bruns, der die Studie für die Naber GmbH betreute. Beide Varianten reduzierten gegenüber dem Dauerbetrieb den Stromverbrauch. "Allerdings wurde entweder die Feuchtigkeit beim Kochen von Nudeln oder die Geruchsbelastung durch VOC beim Backen nicht richtig abgeführt. Die Kombination beider Varianten miteinander ist daher wahrscheinlich der beste Weg, um einen niedrigen Energieverbrauch und eine gute Reinigungsleistung zu erreichen", sagt Alfred Bruns, der bei Naber die Entwicklungsabteilung leitet.
In neu gebauten oder sanierten Effizienz- und Passivhäusern leidet der Komfort unter Undichtigkeiten in der Außenhülle. Zahlreiche Wanddurchführungen, Abluftklappen und Zuluftkanäle sind daher ungeeignet. Die Studie zeigte, dass in vielen Fällen eine effiziente und äußerst hygienische Ablufttechnik für Dunstabzugshauben möglich ist, wie die flow Star GTS (mechanisch), BIXO (motorisch) und die magnetisch-mechanische THERMOBOX von Naber zeigen. Dank ihrer ausgefeilten Technik ist der zusätzliche Wärmebedarf für die Raumluftheizung auch in kleineren Häusern minimal. Im Vergleich zu Geräten aus dem Baumarkt oder einer einfachen Rückschlagklappe an der Dunstabzugshaube ergibt sich eine deutliche Energieeinsparung.
Die Studie "Untersuchung von Dunstabzugshaubenanlagen in Wohnküchen unter energetischen, strömungstechnischen und hygienischen Aspekten" wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegeben und vom Bundesministerium für Bauwesen aus Mitteln des Innovationsprogramms "Zukunft Bau" gefördert. Beteiligt waren das Passivhaus Institut in Darmstadt, das ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung und das Institut für Holztechnologie, beide in Dresden, sowie die Nordhorner Firma Naber.