Plattform für Design und Technologie im Bereich Küche, Haus und Bad
Lüftungsfilter für Dunstabzugshauben: Nicht alle filtern gut

Lüftungsfilter für Dunstabzugshauben: Nicht alle filtern gut

Lüftungsfilter für Dunstabzugshauben: Nicht alle filtern gut

Das Lüftungsprinzip wird in zahlreichen Dunstabzugshauben eingesetzt. Doch die einfachere Montage und die etwas geringere Anfangsinvestition sind nicht alles. Deshalb lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen. Das hat Naber im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie getan. Eines der Ergebnisse: Die untersuchten Plasmafilter enttäuschten auf ganzer Linie.

Als Partner von nicht weniger als drei Forschungsinstituten (siehe unten) konnte Naber seine Kompetenz im Bereich der Küchenlüftung in die Studie einbringen. Neben Aspekten der Energieeffizienz wurde auch die Qualität von Lüftungsanlagen auf den Prüfstand gestellt. Bekanntlich drücken diese Geräte die angesaugte Luft durch mehrere Filter, um Fett und Gerüche zu stoppen, bevor die Luft wieder in den Raum geleitet wird.
Die Studie untersuchte unter anderem, wie gut die Aktivkohlefilter von Dunstabzugshauben mit Lüftungstechnik Gerüche abhalten. Dazu wurde die Konzentration von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) vor und hinter der Filtereinheit gemessen. Die Werte mit neuen Filtern sind sehr unterschiedlich. Mit mehr als 95 Prozent aller VOC entfernt der GREENflow-Filterkasten von Naber die meisten Gerüche aus den Kochdünsten. Auch mehrere andere Markenfilter erreichten einen Abscheidegrad von knapp unter 95 Prozent. Schlechtere Filter entfernen nur etwa 80 Prozent der geruchsbildenden Substanzen aus dem abgesaugten Wasserdampf. Wenig überraschend: Dickere Filter (30 mm) filtern besser als dünnere (10 mm), die weniger Aktivkohle enthalten, weil die Luft in dickeren Filtern länger verweilt.

Gute Filter regenerieren sich auch gut

Qualitätsunterschiede wurden auch nach der Regeneration der Filter durch Erhitzen im Ofen festgestellt. Bei guten Filtern nahm der Grad der Geruchsminderung nur um etwa 3 Prozent ab. Bei schlechteren Filtern nahm die Reinigungsleistung um 8 bis 20 Prozent gegenüber der ursprünglichen Reinigungsleistung deutlich ab. In der Praxis bedeuten diese schlechten Ergebnisse, dass die Kochgerüche häufiger zusätzlich über das Fenster abgeführt werden müssen, was mit entsprechend höheren Heizkosten verbunden ist.

Plasmafilter ohne Wirkung

Die drei untersuchten Plasmafilter von zwei Herstellern enttäuschten. Ein Gerät funktionierte überhaupt nicht, der Wechsel auf ein Ersatzgerät brachte keine Verbesserung. Bei den beiden anderen Plasmafiltern konnten die Forscher keinen Unterschied in der Reinigungsleistung mit und ohne Aktivkohlefilter oder Plasmafilter feststellen. Der Reinigungseffekt war also allein auf den Aktivkohlefilter zurückzuführen.

Keinen Wasserdampf in den Küchenschrank leiten

Zusammen mit weiteren Ergebnissen der Studie, unter anderem zu Erfassungsraten von Dunstabzugshauben, sensorgesteuerten Leistungsregelungen und dem Einfluss verschiedener Systeme auf die Nachströmung der Luft, ergibt sich ein interessantes Bild: Bei der Wahl einer effizienten Dunstabzugshaube mit guter Kochdampferfassungsrate, die die Luft über aerodynamisch optimale Kanäle nach außen führt, wie z.B. die innovative COMPAIR PRIME flow® und ein Wanddurchführungsgerät von Naber, sind auch im Abluftbetrieb keine oder nur geringe Einschränkungen des Wohnkomforts im Passivhaus zu erwarten. Dies gilt auch für kleinere Häuser, in denen das Abführen von warmer, mit Gerüchen, Schadstoffen und Feuchtigkeit belasteter Raumluft einen größeren Einfluss auf die Energiebilanz hat. Wird eine automatische Leistungsregelung der Dunstabzugshaube eingesetzt, verringert sich der Einfluss noch weiter.

Die Studie "Untersuchung von Dunstabzugshaubenanlagen in Wohnküchen unter energetischen, strömungstechnischen und hygienischen Aspekten" wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegeben und vom Bundesministerium für Bauwesen aus Mitteln des Innovationsprogramms "Zukunft Bau" gefördert. Beteiligt waren das Passivhaus Institut in Darmstadt, das ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung und das Institut für Holztechnologie, beide in Dresden, sowie die Nordhorner Firma Naber.

Gerelateerde artikelen

"*" kennzeichnet Pflichtfelder

Dieses Feld dient der Validierung und sollte unverändert bleiben.

Senden Sie uns eine Nachricht

Können wir Ihnen dabei helfen?

Bekijk alle resultaten