Mit der SmartThings-Plattform setzt Samsung auf eine weitere Integration intelligenter Küchengeräte. Das System verbindet Geräte innerhalb eines Netzwerks und ermöglicht die Fernsteuerung und -überwachung. Damit verlagert sich der Schwerpunkt von ‘vernetzt’ hin zu konkreten Anwendungen im täglichen Gebrauch.
Die Plattform baut auf dem technologischen Know-how der verschiedenen Geschäftsbereiche von Samsung auf. “Wir kombinieren Erkenntnisse aus mehreren Produktgruppen”, sagt Maurice Howldar von Samsung. “Dadurch können wir Funktionen entwickeln, die wirklich darauf zugeschnitten sind, wie Menschen ihre Küche nutzen.”
Küchengeräte sind standardmäßig mit einer WLAN- oder Bluetooth-Verbindung ausgestattet, sodass sich ihre Funktionen aus der Ferne steuern lassen. “Einen Backofen schon unterwegs vorzuheizen, ist keine Zukunftsvision mehr, sondern alltägliche Praxis.”

Laut Samsung besteht die Aufgabe der künstlichen Intelligenz darin, Abläufe zu vereinfachen. “KI lernt nach und nach das Verhalten des Nutzers kennen”, erklärt Howldar. “Auf der Grundlage dieser Muster steuern wir die Geräte automatisch. Der Nutzer muss sich darum nicht aktiv kümmern.”
Diese Anwendung kommt konkret in der neuen Generation von Geschirrspülern zum Einsatz. Mit Funktionen wie “AI Wash” analysiert das System kontinuierlich den Verschmutzungsgrad von Wasser und Geschirr und passt das Programm entsprechend an. „Das System greift während des Prozesses bei Bedarf ein. Das bringt Vorteile in Bezug auf Energieverbrauch, Leistung und Benutzerfreundlichkeit.“
Darüber hinaus arbeitet Samsung an der Optimierung des Spülvorgangs mit dem WaterJet Clean-System. “Die beiden Sprüharme des WaterJet Clean-Systems drehen sich in entgegengesetzte Richtungen und haben unterschiedliche Größen”, so Howldar. “Dadurch werden tote Winkel im Spülraum beseitigt und das Geschirr wird überall gründlich gereinigt.”
Auch auf Produktebene wurden Anpassungen vorgenommen. So wurde der Beladekomfort durch überarbeitete Körbe und Schienensysteme verbessert. “Wir haben untersucht, wie die Menschen ihren Geschirrspüler tatsächlich nutzen. Das führt zu einem reibungsloseren Be- und Entladen.”
In diesem Jahr bringt Samsung außerdem ein neues Kochfeld mit integrierter Dunstabzugshaube auf den Markt. Dieses ist mit der SmartThings-Plattform verbunden und verfügt über Funktionen wie “Flex Zone Plus”, bei der das Kochfeld automatisch die Position und Größe von Töpfen und Pfannen erkennt. Zudem setzt Samsung auf nachhaltigere Materialien und Verschleißfestigkeit, unter anderem durch eine Oberfläche aus gehärtetem Glas mit höherer Kratzfestigkeit gemäß der Mohs-Skala. „Das macht das Gerät im täglichen Gebrauch intuitiver und robuster.“

Laut Samsung kommt auch dem Fachhandel eine Rolle zu. “Wir möchten den Fachhändlern helfen, die Vorteile von SmartThings und KI für den Nutzer konkret zu veranschaulichen”, sagt Howldar. “Das tun wir unter anderem mit sogenannten ‘How-to’-Aktionen, bei denen Funktionen Schritt für Schritt erklärt werden.”
Diese Unterstützung wird durch visuelle Inhalte im Showroom umgesetzt. “Über QR-Codes können Nutzer direkt kurze Videos ansehen, die zeigen, wie die Funktionen in der Praxis funktionieren. So wird der Mehrwert intelligenter Anwendungen schneller deutlich.”
Der Fokus auf vernetzte Geräte verlagert sich damit von der technischen Machbarkeit hin zur praktischen Anwendung. “Es muss keine komplizierte Angelegenheit sein”, fasst Howldar zusammen. “Wenn der Mehrwert klar ist, ergibt sich der Rest von selbst.”
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