Bei maßgefertigten Inneneinrichtungen wird die Beleuchtung häufig direkt in die Möbel integriert. Dies erfordert kompakte Beleuchtungskonzepte, die sich während der Montage oder im Gebrauch leicht anpassen lassen. Mit MAGY stellt Van Opstal ein magnetisches Beleuchtungssystem vor, bei dem Lichtmodule an jeder beliebigen Stelle eines elektrischen Profils befestigt und verschoben werden können.
Die Grundlage des Systems bildet ein schmales, elektrifiziertes Profil, das in Möbel oder Oberflächen integriert werden kann. Darin befinden sich zwei Schienen, auf denen verschiedene Lichtmodule mithilfe von Magneten befestigt werden. Dadurch lassen sich Leuchten an jeder beliebigen Stelle entlang des Profils einfach anbringen oder umpositionieren.
Laut Sophie Werbrouck, Geschäftsführerin bei Van Opstal, ging die Entwicklung auf eine deutliche Nachfrage seitens des Marktes zurück. “Wir haben festgestellt, dass andere Anbieter bereits mit ähnlichen Systemen arbeiteten und dass eine Nachfrage nach kleinen, raffinierten Spots bestand, um beispielsweise Objekte in einem Schrank buchstäblich ins Rampenlicht zu rücken. Die Beleuchtung gewinnt bei maßgefertigten Möbeln zunehmend an Bedeutung. In einer Vitrine möchte man bestimmte Objekte hervorheben, während man an anderen Stellen eher funktionales Licht benötigt.”
MAGY knüpft nach eigenen Angaben an diese Entwicklung an und ergänzt gleichzeitig das bestehende Beleuchtungssortiment des Unternehmens. “Für viele Innenausbauer ist es praktisch, mit einem einzigen Lieferanten zusammenarbeiten zu können. Dabei haben wir auch das Potenzial eines Systems erkannt, das sich einfach montieren lässt.”

In der MAGY-Kollektion sind verschiedene Lichtmodule erhältlich. So gibt es beispielsweise ein lineares LED-Profil, das für eine gleichmäßige Lichtlinie sorgt, etwa in Schrankfächern oder unter Regalböden. Die Mikroprofile arbeiten mit High-Density-LED-Technologie, wodurch ein durchgehendes Lichtbild ohne sichtbare Lichtpunkte entsteht.
Darüber hinaus gibt es kompakte Strahler, die magnetisch am Profil einrasten. Diese Strahler sind schwenkbar und eignen sich für die Akzentbeleuchtung in Nischen, Vitrinen oder offenen Schränken. Sowohl die linearen Module als auch die Spots verfügen über eine integrierte Stromversorgung und einen Verpolungsschutz, sodass sie in jeder Richtung am Profil angebracht werden können.
Laut Werbrouck liegt der Mehrwert des Systems vor allem in seiner Flexibilität. “Es ist eine zugängliche und benutzerfreundliche Lösung. Der Nutzer kann selbst bestimmen, wo er einen Spot platziert, und diesen später auch wieder verschieben. Das Konzept ist modular aufgebaut und lässt sich leicht an die Wünsche des Nutzers anpassen.”

Das zuvor erwähnte Profil kann sowohl versenkt als auch als Aufsatz montiert werden. Bei der versenkten Montage kann es beispielsweise direkt in eine gefräste Nut in einer Holzplatte eingesetzt werden, wodurch eine nahtlose Integration entsteht.
Dank der magnetischen Befestigung lassen sich die Lichtmodule zudem ohne Werkzeug anbringen oder entfernen. So lässt sich die Beleuchtung präzise auf das Design des Möbelstücks oder die Funktion eines Raums abstimmen.
Laut Werbrouck eignet sich das System daher für verschiedene Segmente der Einrichtungsbranche. “Es kann sowohl von Möbelherstellern als auch von Innenausbauern genutzt werden. Das Schöne an diesem System ist, dass es für viele Märkte interessant ist, von maßgefertigten Innenausbauten bis hin zum Küchenbau. Auch die Stromversorgung lässt sich einfach anschließen, was die Installation erleichtert.”
Van Opstal geht davon aus, dass diese intelligente Beleuchtungslösung vor allem in Vitrinen, Kleiderschränken und Küchenausstattungen zum Einsatz kommen wird, wo die Beleuchtung sowohl funktionale als auch dekorative Aufgaben erfüllt.