"Was bleibt übrig, wenn man alles Unwesentliche weglässt?" Diese Frage stellt sich Jos Creemers schon seit Jahren, sowohl als Unternehmer als auch als Designer. Als Geschäftsführer von Crejos in Weert entwickelt er Küchen, die nicht nur schön sind, sondern auch Sinn machen. Sein Spezialgebiet? Maßgeschneiderte Küchen, die Ruhe in das Leben des Benutzers bringen. Das klingt fast philosophisch - und vielleicht ist es das auch.

Jos Creemers gründete Crejos Keukens en Interieur in Weert im Jahr 2008 und hat sich seitdem zu einem großen Unternehmen entwickelt. Da die Küche als ein Möbelstück und eine Erweiterung des Wohnzimmers gesehen wird, sind die Mitarbeiter qualifizierte Möbelmacher. Das Unternehmen ist auch ein anerkannter Ausbildungsbetrieb und bildet Fachkräfte aus.
In der Welt des Küchendesigns ist der Japandi-Stil heute kein flüchtiger Trend mehr. "Japandi ist zu einem Lebensstil geworden", sagt Creemers. "Er verbindet japanische Schlichtheit mit skandinavischer Wärme. Holz, Stein, sanfte Farben, alles strahlt Ruhe aus. Und das ist genau das, was die Menschen in dieser überreizten Zeit suchen."
Creemers zufolge wird der Japandi-Stil im Jahr 2030 immer noch aktuell sein, sich aber weiterentwickelt haben. "Die Grundlagen werden bleiben: natürliche Materialien, Minimalismus, Funktionalität. Aber wir werden mehr subtile Farbakzente sehen, wie Terrakotta oder sanfte Blautöne. Die Technik wird nahtlos in das Design integriert sein, ohne sichtbare Geräte oder Knöpfe. Denken Sie an Arbeitsplatten, die Induktions- und Wiegefunktionen haben, aber wie reiner Naturstein aussehen.
Auch die Individualisierung wird eine noch größere Rolle spielen, sagt er. "Die Massenproduktion weicht dem individuellen Design. Die Menschen wollen Küchen, die zu ihrem Lebensrhythmus und ihren Werten passen. Nachhaltigkeit, Handwerk und Sinnhaftigkeit sind dabei von zentraler Bedeutung".

Creemers weiß, wovon er spricht. Seit Jahren arbeiten er und sein Team in Weert an Küchen, die Ruhe in das Leben der Benutzer bringen. Crejos liefert Maßarbeit - nicht nur in der Form, sondern auch in der Haptik. "Unsere Kunden kommen nicht nur für eine Küche, sondern für einen Ort des Gleichgewichts. Wir schaffen Räume, in denen man aufatmen kann."
Crejos ist kein gewöhnliches Küchenunternehmen. Vom ersten Entwurf bis zur Fertigstellung steht das Team für persönliche Beratung und durchdachte Entscheidungen. "Wir wählen ehrliche Materialien, die mit Charakter altern. Kein glänzender Trend, sondern Solidität und Schönheit in der Schlichtheit".
Was sollten Küchenspezialisten jetzt tun, um für den Kunden des Jahres 2030 gerüstet zu sein? "Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens eine Küche im Japandi-Stil in Ihrem Ausstellungsraum haben", rät Creemers. "Nicht als Ausstellungsmodell, sondern als Erlebnis. Schaffen Sie Atmosphäre mit Geruch, Klang und Licht. Lassen Sie die Kunden erleben, was Ruhe ist. Und erzählen Sie die Geschichte hinter dem Design". Auch an der digitalen Front sieht er Chancen: "Nutzen Sie soziale Medien, aber setzen Sie auch auf Influencer, die zu diesem Lebensstil passen. Zeigen Sie, dass Ihre Marke nicht nur Produkte verkauft, sondern auch Werte repräsentiert."

Wir alle wissen es: Die Welt wird immer schneller und digitaler, und gerade deshalb kommt der Küche eine neue Rolle zu: die der Entschleunigung und der Verbindung. Ein Ort, an dem Ästhetik und Ethik zusammenkommen. Wo sich die Technologie dem Alltag unterordnet und nicht dominiert. Und wo der Stil nicht schreit, sondern flüstert. Creemers bringt es auf den Punkt: "Die Küche des Jahres 2030 ist kein Ort der Prahlerei, sondern der Entspannung. Sie ist die Stille in Ihrem Zuhause, die Ihr Kopf braucht".