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Ist das Küchenland 2050 sicher?
Elbert van Dalen

Ist das Küchenland 2050 sicher?

Wer heute einen Küchenladen betreibt, sollte nicht nur verkaufen, sondern auch an morgen denken. Darüber, wie wir nachhaltiger arbeiten können, wie wir Wissen sichern können, wer das Geschäft später übernimmt. Oder im Falle einer Geschäftsaufgabe oder eines Konkurses: wie wir den Schaden begrenzen können. Das erfordert einen ehrlichen Blick auf uns selbst.

Ich bin seit meinem 17. Lebensjahr in der Küchenbranche tätig, und ich kann es nicht beschönigen: Die Handwerkskunst bröckelt. Wo früher Marken von echten Enthusiasten aufgebaut wurden, weicht die Liebe zum Handwerk heute allzu oft der Masse und dem Marketing. Das macht uns kaputt, vor allem jetzt, wo die Wirtschaft zu kämpfen hat.

Das obere Ende des Marktes hat zu kämpfen. Wir erleben eine Welle von Unternehmensschließungen und Konkursen, manchmal aufgrund mangelnder Unterscheidungskraft, manchmal weil keine Nachfolge geregelt wurde. Viele Familienunternehmen wurden jahrelang von Fachleuten geführt, die mit Herzblut bei der Sache waren, aber ihr Wissen und ihre Leidenschaft nicht rechtzeitig weitergegeben haben. Dann hält man zu lange durch und oft ist es zu spät.

Ich habe in den letzten Jahren bei der Räumung unzähliger Geschäfte geholfen. "Entrümpeln" nenne ich das. Denn irgendjemand muss es ja tun: dafür sorgen, dass die Ausstellungsräume leer und sauber sind, dass die Küchen ein zweites Leben bekommen und dass der Schaden für die Gläubiger begrenzt wird. Nicht jeder steht dem positiv gegenüber, aber es ist notwendig. Glücklicherweise sehe ich auch, dass Unternehmer eher aufgeben, bevor die Dinge wirklich schief gehen. Das ist ein Fortschritt.

Außerdem gibt es einen Generationsunterschied, der nicht ignoriert werden kann. Junge Menschen wollen vielleicht nicht 60 Stunden pro Woche arbeiten. Das können wir wegwinken, aber wenn wir sie nicht ernst nehmen, werden wir niemanden mehr begeistern können. Wir müssen sie früher einbinden und Wissen weitergeben: über Küchen, Unternehmertum und die Liebe zum Beruf. Und sich trauen, Verantwortung abzugeben - auch wenn das bedeutet, loszulassen. Das ist der Punkt, an dem es oft schief geht: Die über 50-Jährigen halten zu lange fest. Aber zum Glück gibt es auch Unternehmer, die es richtig machen und junge Menschen rechtzeitig mitnehmen. Das sind die Beispiele, die funktionieren: Langsam übergeben, schon mit dreißig Jahren Verantwortung teilen. Dafür müssen wir in der Branche viel mehr Raum schaffen, mit Ausbildung und Anleitung.

Und dann ist da noch die Nachhaltigkeit. Die Wiederverwendung von Küchen geht über die Vermeidung von Kapitalvernichtung hinaus. Bei der Herstellung einer neuen Küche wird viel CO2 verbraucht, vor allem durch Spanplatten und Transport. Jede Küche, die wir wiederverwenden, spart erheblich - insbesondere in Ländern wie Deutschland, wo eine Küche nicht dauerhaft zum Haus gehört, sondern mit den Bewohnern umzieht. Vielen Unternehmen fehlt das Bewusstsein oder die Priorität, sich ernsthaft mit der Kreislaufwirtschaft zu beschäftigen. Sie ändern sich nur, wenn sie dazu gezwungen werden.

Wir müssen uns fragen: Ist das niederländische Küchenland für 2050 gerüstet? Sind wir bereit für den Generationswechsel, für Innovation und wirklich nachhaltige Angebote? Oder wird eine Handvoll großer Ketten übrig bleiben? Es liegt an uns, einen ehrlichen Blick auf diese Frage zu werfen, selbst Verantwortung zu übernehmen und die Regierung aufzufordern, dies besser zu unterstützen. So können wir heute Entscheidungen treffen, die für morgen einen Unterschied machen.

Elbert van Dalen
Eigentümerin onlinekeukenveiling.nl

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