Unter dem Motto ‘Creating Value Together’ gab der MHK-Kongress 2026 kürzlich im Huis ter Duin in Noordwijk deutlich den Ton an: gemeinsam Mehrwert schaffen. Und dieses „gemeinsam“ zeigte sich in der gesamten Bandbreite des Netzwerks – von den Lieferanten über die MHK-Mitglieder bis hin zur MHK-Organisation selbst.
Während des zweitägigen Kongresses im Hotel Huis ter Duin kamen Unternehmer, Industriepartner sowie Vertreter von MHK Nederland und MHK Belgium zusammen, um Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam einen Blick in die Zukunft der Küchen- und Badbranche zu werfen. Die Verleihung des Preises „De Gouden Driehoek“ war dabei erneut einer der absoluten Höhepunkte.

Marc Asbeek Brusse eröffnete den Kongress zum ersten Mal in seiner Funktion als Geschäftsführer von MHK Nederland und MHK Belgium. Er gab gleich zu Beginn den Ton an mit einer klaren Botschaft zur Zusammenarbeit: “In einer Zeit, in der sich Veränderungen rasch ablösen, glauben wir mehr denn je an die Kraft der Zusammenarbeit. Indem wir Wissen und Erfahrung teilen, schaffen wir gemeinsam Mehrwert für unsere Unternehmer und für die Branche als Ganzes.”
Mit diesem Ansatz gab er dem Kongress die Richtung vor, bei dem Verbundenheit und gemeinsame Entwicklung im Mittelpunkt standen.
Die Zusammenarbeit innerhalb der Benelux-Länder wurde von Joeri Poelmans, Vertriebsleiter von MHK Belgium, noch einmal hervorgehoben. Obwohl es nach wie vor keinen belgischen Kongressort gibt, stellt dies für die Teilnehmer offenbar kein Hindernis dar. “Unsere Mitglieder haben deutlich gemacht, dass sie gerne weiterhin nach Noordwijk kommen möchten. Huis ter Duin bietet nicht nur Qualität, sondern auch den richtigen Rahmen für Begegnungen und inhaltliche Auseinandersetzung.” Laut Poelmans verläuft die Zusammenarbeit innerhalb des Benelux-Clusters reibungslos, und man ist zuversichtlich, dass sie weiter ausgebaut werden kann.

Volker Klodwig, CEO der MHK Group, gab einen klaren Überblick über die Position des Unternehmens in einem sich wandelnden Markt. “Mehrwert entsteht dort, wo Stabilität und Entwicklung aufeinandertreffen. Unsere Stärke liegt darin, Fachwissen zu bündeln und in einem dynamischen Umfeld Orientierung zu bieten.”
Die Zahlen unterstreichen dieses Ziel. Im Jahr 2025 erzielte die MHK-Gruppe einen Gesamtbruttoumsatz von 9,664 Milliarden Euro (+5,1%). Die europäischen Aktivitäten wuchsen sogar um 8,6% auf 3,608 Milliarden Euro. Auch das Partnernetzwerk wurde weiter auf 4.382 Standorte ausgebaut, wobei 72 neue Partner hinzukamen. Auch im Jahr 2026 entwickelte sich der Umsatz positiv. Gleichzeitig wies MHK jedoch darauf hin, dass die Besucherzahlen in den Showrooms in den Niederlanden und Belgien zurückgehen. Aufgrund steigender Kosten prüfen Verbraucher größere Anschaffungen kritischer.
Die Verleihung des „De Gouden Driehoek“ war erneut ein Publikumsmagnet. Mit diesem Preis werden herausragende Küchen- und Badezimmerprojekte ausgezeichnet, in denen Design, Funktionalität und handwerkliches Können miteinander verschmelzen. Die Moderation dieser Preisverleihung übernahm Marketingleiter Ivo Metz, der die Nominierten auf mitreißende Weise vorstellte und dem Publikum die gestalterische Kraft hinter den Projekten näherbrachte. Das siegreiche Küchendesign stammt von Smartdesign Keukenstudio aus Maassluis und wurde von Coen van Gilst und Tobias Grinn entworfen.
Auch in der Kategorie „Badezimmerdesign“ wurde der Preis verliehen. Dort ging der erste Platz an Scheffer Badkamers. Die Gewinner wurden, wie üblich, durch eine Live-Abstimmung unter den Anwesenden ermittelt, der eine Vorauswahl mit Unterstützung der Jurorin Monique van der Reijden vorausging.

Auch inhaltlich bot der Kongress eine gehörige Portion Inspiration und praktische Anwendbarkeit. Rob Mollien und Emiel Lensen wussten mit ihrer interaktiven Keynote das Publikum für Themen wie Kundenorientierung, operative Blindheit und Umsatzentwicklung zu begeistern. Mit anschaulichen Praxisbeispielen und einer Prise Humor regten sie Unternehmer zum Nachdenken und zum Handeln an.
Die Erweiterung des Programms um praxisorientierte Workshops passte gut dazu. Die Teilnehmer erhielten konkrete Anhaltspunkte für ihre tägliche Unternehmensführung.
Im Rahmen des MHK Industry Talk tauschten sich Geert de Keyzer (nobilia), Stefan Verhoeven (Miele Benelux und Frankreich), Francis Gistelinck (Novy) und Geert-Jan Engbers (Kemie) über Marktentwicklungen, Zusammenarbeit in der Lieferkette und den sich wandelnden Verbraucher.

Der MHK-Kongress 2026 hat deutlich gemacht, dass Zusammenarbeit kein abstrakter Begriff ist, sondern ein konkreter Erfolgsfaktor. Indem Lieferanten, Unternehmer und die Organisation aktiv miteinander vernetzt werden, entsteht ein Ökosystem, in dem sich Wissen, Innovation und Wachstum gegenseitig verstärken.