Ein neues Badezimmer bringt für den Kunden eine ganze Reihe von Entscheidungen mit sich. Entscheidet er sich für eine begehbare Dusche? Und wenn ja, wird es dann eine Duschwanne – auch wenn man heutzutage besser von ‘Duschflächen und -platten’ spricht – oder ein Boden mit einer dezenten oder gerade auffälligen Duschrinne? An Auswahl mangelt es nicht.
Die begehbare Dusche gehört heute zur Standardausstattung eines modernen Badezimmers. Dabei spielt der Duschboden nicht nur eine funktionale, sondern auch eine wichtige optische Rolle. Die Hersteller reagieren darauf mit innovativen Materialien, dezenten Farben und immer raffinierteren Oberflächen.

Bei Badezimmerrenovierungen wird die Badewanne immer häufiger durch eine großzügige begehbare Dusche ersetzt. Dabei spielen Zeitmangel, sich ändernde Wohnbedürfnisse oder Barrierefreiheit eine Rolle. Die Hersteller setzen daher stark auf Lösungen, die den Umbau von Badewanne zu Dusche vereinfachen. So hat Geberit kürzlich die Duschbodenserie Sestra um drei besonders lange XL-Formate erweitert, die speziell dafür konzipiert sind, eine Badewanne nahezu eins zu eins zu ersetzen. Dank dieser Abmessungen bleiben die vorhandenen Boden- und Wandbeläge oft weitgehend intakt. Die Duschböden bestehen aus Steinharz mit einer langlebigen Gelcoat-Beschichtung und sind in den Farben Weiß, Steingrau und Graphit erhältlich. Auch Hüppe setzt mit dem EasyFlat-Konzept aus Gussmarmor auf besonders ebene Duschböden. Die Serie ist in verschiedenen Abmessungen und in verschiedenen Farben erhältlich: glänzendes Weiß, mattes Weiß, mattes Anthrazit, mattes Grau und mattes Beige.


Auch Bette baut sein Angebot weiter aus. Die auf der ISH 2025 vorgestellte Duschwannen-Serie BetteUltra Space wurde um zwanzig weitere Größen ergänzt. Dadurch lassen sich sowohl kompakte Badezimmer als auch großzügige begehbare Duschen noch flexibler gestalten. In Kombination mit dem Ablaufset BetteCompact+ lässt sich diese Duschwanne zudem bereits ab einer Einbauhöhe von nur neunzig Millimetern realisieren. Die Duschwannen sind aus emailliertem Titanstahl gefertigt und in mehr als dreißig Farben erhältlich. Das Material überzeugt durch seine hygienische und pflegeleichte Oberfläche. Auch Kaldewei bleibt dem emaillierten Stahl treu. Die Marke setzt auf ein klares Design in Kombination mit innovativen Anti-Rutsch-Technologien wie Invisible Grip und Secure Plus. Neu ist, dass „Invisible Grip“ fortan in allen Farbtönen der „Coordinated Colours Collection“ erhältlich ist, von warmen Beige- und Grautönen bis hin zu Mattschwarz. So wird Sicherheit nahezu unsichtbar in das Design integriert.

Auch bei den keramischen Duschböden tauchen interessante Innovationen auf. The.Artceram präsentiert mit Aquanit eine ultradünne keramische Duschwanne mit einer Dicke von kaum fünfzehn Millimetern. Das integrierte Gefälle sorgt für einen optimalen Wasserabfluss, während die dezente Anti-Rutsch-Struktur Komfort und Sicherheit erhöht. Eine völlig andere Optik bietet die „Dome Shower Tray“ des italienischen Herstellers Pulkra. Diese Duschwanne besteht aus faserverstärktem Zementverbundwerkstoff, wobei die robuste Optik von Beton mit einem relativ geringen Gewicht einhergeht. Das skulpturale Design mit rundem oder ovalem Aufkantrand verleiht dem Ganzen eine architektonische Ausstrahlung, die bewusst ins Auge fallen darf.


Die Duschwanne ist zunehmend Teil eines Gesamtkonzepts, bei dem Boden, Wandverkleidung und Waschbecken optisch aufeinander abgestimmt sind. Cosentino greift diesen Trend mit Duschwannen aus Silestone-Quarzkomposit und Dekton-Sinterstein auf. Die Duschwannen sind in verschiedenen Abmessungen und Oberflächenausführungen erhältlich, von Unifarben bis hin zu Naturstein-Optiken. So entsteht ein einheitliches Badezimmer, in dem Boden, Wände und Dusche nahtlos ineinander übergehen.

Auch bei gefliesten Duschböden spielt Innovation weiterhin eine wichtige Rolle. Geberit hat kürzlich die Duschrinne CleanLine30 in gebürstetem Edelstahl oder Schwarz auf den Markt gebracht: eine schlanke Lösung für alle, die minimalistisches Design schätzen. Das belgische Unternehmen Carrodrain setzt hingegen voll und ganz auf Individualisierung. Das Angebot umfasst sowohl Rinnen als auch runde und eckige Ablaufsysteme, wahlweise in einer verfliesbaren ‘Invisible’-Ausführung. Auffällig ist der Trend zu sanfteren PVD-Farben wie Champagne, Copper, Smoke und Tuscan. Zudem wächst auch die Nachfrage nach Lösungen für Gussböden und Mikrozement. Darauf reagiert Carrodrain mit der Liquid-Serie. Ein bemerkenswerter Neuzugang ist die „Liquid Snake“: eine skulpturale Duschrinne aus massivem Edelstahl, die Design und Funktionalität vereint. Auch die Duschrinne entwickelt sich also von einem rein funktionalen Element hin zu einem dezenten oder manchmal auch auffälligen Designelement. Keine zwei Duschen sind gleich – das Nonplusultra des individuellen Designs.