Plattform für Design und Technologie im Bereich Küche, Haus und Bad
Personal, Ausbildung & Nachwuchs in der Küchenbranche
Gemeinsam arbeiten und lernen: Das Sammeln praktischer Erfahrungen ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum BBL-Küchentechniker.

Personal, Ausbildung und junge Talente in der Küchenbranche

Gemeinsam in die Fachkräfte von morgen investieren

Die Montage muss gleich beim ersten Mal klappen. Die Küche muss einwandfrei passen. Die Kunden erwarten Qualität, Schnelligkeit und Service, während die Montage einer Küche immer komplexer wird. Doch wer wird bald die Küchen montieren? Die Branche sieht sich mit einem wachsenden Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften konfrontiert. Die neue Generation wird dringend gebraucht, aber wie kann man junge Menschen für das Handwerk begeistern und sie zu guten Monteuren oder Beratern ausbilden?

In diesem Artikel kommen drei Experten zu Wort: Theo van Elk und Eduard Dijkhuizen über den BBL-Küchenmechanikerlehrgang und Bas Egeter von der Hochschule für Holz und Möbel (HMC) über die breitere Perspektive des Lernens und der Rekrutierung. Ihre Botschaft ist klar: Die Branche muss in junge Talente investieren und mit der Bildung zusammenarbeiten, um ihre Zukunft zu sichern.

Gemeinsam den BBL-Küchentechnikerkurs aufbauen

Die Nachfrage nach spezialisierten Küchenmonteuren kommt nicht von ungefähr. "Küchen werden immer komplexer", erklärt Theo van Elk, Projektleiter Innenausbau bei INretail. "Denken Sie an kochende Wasserhähne, integrierte Absaugung, aber auch an Fragen der Nachhaltigkeit und der Installation. Hier sind Profis gefragt, die nicht nur installieren, sondern auch kundenorientiert arbeiten und Probleme vor Ort lösen können."

Der BBL-Lehrgang Küchenmechaniker entstand auf Wunsch der Wirtschaft selbst, wobei der DB-Konzern der Initiator war. "Früher kamen die Mechaniker oft aus der Möbelindustrie oder dem Innenausbau", sagt Eduard Dijkhuizen, Projektleiter des Konsortiums Küchenmechaniker und Dozent am Deltion College. "Aber diese Leute mussten viel in der Werkstatt lernen. Dieser Beruf hat seine eigene Dynamik: Man arbeitet in Haushalten, hat Kundenkontakt und muss in der Lage sein, technisch breit zu denken. Deshalb braucht es eine spezifische Ausbildung mit einem klaren Profil."

Der erste offizielle BBL-Ausbildungslehrgang startet 2020. Das Konzept ist effektiv: vier Tage Arbeit in einem Ausbildungsbetrieb und ein Tag Schule. Die Qualifikationsanforderungen auf den Stufen 2 und 3 definieren genau, was ein Mechaniker können sollte, von der technischen Installation bis zur Kundenkommunikation. Innerhalb des Konsortiums arbeiten vier ROCs mit dem Handelsverband INretail und Unternehmen wie dem DB-Konzern bei Lehrmaterial, Prüfungen und praktischer Betreuung zusammen.

"Das Tolle daran ist, dass Bildung und Wirtschaft dies wirklich gemeinsam entwickeln", sagt Van Elk. "Wir aktualisieren die Ausbildung ständig mit praktischen Erfahrungen und neuen Techniken. Der Wirtschaftssektor hilft zum Beispiel mit Geräten oder Küchenblöcken für die Schule, damit die Schüler mit aktuellen Produkten arbeiten können.

Dijkhuizen betont, dass diese Zusammenarbeit auf breite Zustimmung stößt. "Die Einzelhändler sehen dies nicht als Konkurrenz zu ihren eigenen Akademien, sondern eher als Ergänzung. Diese internen Schulungen sind oft für erfahrene Mitarbeiter oder Quereinsteiger gedacht. Die BBL-Ausbildung zielt genau darauf ab, junge Menschen im Alter von 16 bis 17 Jahren für die Branche zu gewinnen."

Dennoch gibt es noch einiges zu tun. "Die Grundlagen sind vorhanden", sagt Dijkhuizen, "aber die Rekrutierung könnte besser sein. In diesem Jahr haben etwa 60 Studenten begonnen, obwohl es Platz für 150 gibt. Die größte Herausforderung besteht darin, junge Menschen zu erreichen und zu überzeugen. Dazu müssen wir die VMBO viel stärker einbinden und ihnen zeigen, wie schön dieser Beruf ist."

Nach Ansicht der beiden Männer gibt es hier eine wichtige Aufgabe für die Wirtschaft. "Einzelhändler und Lieferanten können mit Gastvorträgen, Tagen der offenen Tür und Aufträgen helfen", sagt Van Elk. "Und man braucht verschiedene Generationen in den Betrieben, die sich gegenseitig verstärken: Erfahrung und neue Ideen.

Dijkhuizen fügt hinzu: "Ein guter Ausbildungsbetrieb bietet einen praktischen Betreuer und sollte Zeit und Aufmerksamkeit aufbringen, damit ein Auszubildender alle Teile des Handwerks üben kann. Am Ende haben sie dann auch etwas davon: einen gut ausgebildeten Mitarbeiter, der sofort einsetzbar ist."

Personal, Ausbildung und junge Talente in der Küchenbranche 6

Junge Menschen begeistern: die Perspektive der HMC

Auch Bas Egeter, BPV-Koordinator bei der HMC, sieht in der Rekrutierung und Ausbildung junger Menschen eine gemeinsame Verantwortung. "Die Küchenbranche ist vollständig in unsere Studiengänge Möbelbau und Innenarchitektur integriert. Die Studenten arbeiten an Projekten, die alle Facetten einer Küche umfassen können - vom Entwurf bis zur Montage. Aber der Beruf des Küchenmonteurs ist wirklich eine Spezialisierung mit zusätzlichen Anforderungen an Technik, Installation und Kundenkontakt geworden. Deshalb sind wir froh, dass es jetzt diesen separaten Studiengang gibt."

Er merkt an, dass es für die HMC manchmal schwierig ist, mit den internen Akademien der großen Küchenunternehmen zu konkurrieren. "Sie bilden oft ihre eigenen Leute aus, was auch sinnvoll ist. Aber unsere BBL-Ausbildung bietet einen staatlich anerkannten Abschluss, der die Studenten breiter einsetzbar macht und es ihnen ermöglicht, auch für andere Arbeitgeber zu arbeiten."

Um junge Menschen zu begeistern, geht es laut Egeter vor allem um den persönlichen Kontakt. "Wir veranstalten mehrere Tage der offenen Tür im Jahr und arbeiten mit Unternehmen zusammen, die ihre Arbeit und Möglichkeiten vorstellen. Das funktioniert. Die jungen Leute wollen erleben, wie es wirklich ist."

Die Lehrlingsausbildung spielt dabei eine Schlüsselrolle, meint Egeter. "Gemeinsam mit der SBB (Samenwerkingsorganisatie Beroepsonderwijs Bedrijfsleven) prüfen wir die Ausbildungsbetriebe auf Sicherheit, Betreuung und ob alle Prüfungsanforderungen erfüllt werden können. Eine gute Ausbildung sollte nicht nur eine Verpflichtung sein, sondern auch eine Chance, junge Talente an sich zu binden. Und die Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass es manchmal auch einen Generationsunterschied gibt. Junge Menschen haben eine andere Arbeitsmentalität, legen mehr Wert auf Freizeit und kommunizieren anders. Das ist keine Frage von besser oder schlechter - aber anders. Darauf muss man sich einstellen."

Sein Rat an die Unternehmen ist klar: "Investieren Sie in gutes Coaching, formulieren Sie klare Erwartungen und zeigen Sie Verständnis für ihre Lebensweise. Wenn Sie das tun, werden Sie motivierte Mitarbeiter zurückbekommen".

Investitionen in die Ausbildung und den Nachwuchs sind keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um die Branche zukunftssicher zu machen. Nur durch die Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und Branchenverbänden kann der Beruf attraktiv bleiben. Die Unternehmen müssen nicht auf Lösungen von anderen warten: Sie können selbst aktiv Interesse an jungen Menschen wecken, eine gute Anleitung bieten und so die Fachkräfte von morgen aufbauen - die jede Küche mit Stolz und handwerklichem Können liefern.

Sie möchten mehr über die Ausbildung zum BBL-Küchentechniker erfahren oder als Unternehmen einen Beitrag zur Ausbildung junger Talente leisten?

Dann kontaktieren Sie uns: Theo van Elk (info@interieur-vakman.nl) Eduard Dijkhuizen (edijkhuizen@deltion.nl) (Konsortium Küchenmechaniker) oder bei der HMC über: Eva de Jongste (e.dejongste@hmcollege.nl).

Gerelateerde artikelen

"*" kennzeichnet Pflichtfelder

Dieses Feld dient der Validierung und sollte unverändert bleiben.

Senden Sie uns eine Nachricht

Können wir Ihnen dabei helfen?

Bekijk alle resultaten