Wenn man Arjan Struis, Vertriebsleiter Niederlande bei V-ZUG, fragt, wie er sich die Küche im Jahr 2040 vorstellt, hat er eine klare Vorstellung. “Die Küche wird zum Mittelpunkt für alles. Natürlich wird es weiterhin das physische Kochen geben, aber in der Küche beginnt und endet dein Tag. Auch ‘gesundes Essen’ wird wichtiger. Ich schließe nicht aus, dass wir dort sogar unser eigenes Essen anbauen werden. Denken Sie zum Beispiel an kleine vertikale Gärten, in denen man sein eigenes Gemüse sät. Nein, es wird kein Bauernhof. Aber für ‘gesunde Ernährung’ kann man mehr denn je selbst Verantwortung übernehmen.”
Vielleicht eine überraschende Vision der Küche der Zukunft? Die Zeit wird es zeigen, aber Struis beobachtet, dass die Menschen immer häufiger daran zweifeln, was ihnen (von anderen) auf den Teller serviert wird. “Die Verbraucher wollen selbst die Regie übernehmen. Die Küche ist nicht mehr nur ein Ort, an dem man sein Essen zubereitet, sondern wird auch zu einem Ort, an dem man es selbst anbauen lässt.”
Das wirkt sich natürlich auf das Erscheinungsbild der Küche aus. “Physische Knöpfe werden im Jahr 2040 komplett verschwunden sein. Im Design der Geräte wird man noch mehr Glas sehen. Ich denke, dass sich die Geräte an die Umgebung anpassen werden. Die Küche wird ein etwas ruhigeres Erscheinungsbild erhalten. Geräte dürfen ohnehin kein störender Designfaktor sein.”

Wenn man so in die Zukunft blickt, kommt man auch um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft nicht herum. “Dabei geht es nicht nur um die Nutzung der Geräte selbst, sondern auch darum, dass wir als Hersteller und Lieferanten uns für ein zeitloseres Design entscheiden. Ein Verbraucher ‘muss’ mit seiner Küche viele Jahre lang auskommen können. Aber es gibt noch mehr: Hersteller und Lieferanten werden auch über einen längeren Zeitraum einen Vorrat an Ersatzteilen anlegen müssen. Ja, auch das ist Nachhaltigkeit. Denn man möchte vermeiden, dass Menschen zu schnell eine neue Küche anschaffen müssen, weil keine Ersatzteile mehr verfügbar sind, falls etwas nicht mehr funktioniert oder kaputt ist. Einerseits ist das Service, andererseits ist es durchaus auch eine Komponente der Nachhaltigkeit.”

Zur Entwicklung der künstlichen Intelligenz sagt Struis: “KI steckt noch in den Kinderschuhen. Die Verbraucher sind vielleicht schon jetzt beeindruckt von all den Möglichkeiten, aber wir – normale Menschen – können uns noch gar nicht vorstellen, was in diesem Bereich noch alles auf uns zukommt oder was die Entwickler bereits in der Pipeline haben. KI wird auch unser Leben in der Küche bestimmen.”
Struis abschließend: “Angenommen, ich betrete als Zeitreisender jetzt im Jahr 2040 eine Küche. Aber ich weiß nicht, dass ich im Jahr 2040 gelandet bin. Ich werde auf jeden Fall einen großen Unterschied zu dem feststellen, wie die Küche heute aussieht. Die Küche wird modularer aufgebaut sein und sich noch besser in das Gesamtbild des Looks und der Atmosphäre des restlichen Wohnraums einfügen. Mehr noch: Im Jahr 2040 weißt du – mit dem heutigen Wissen – gar nicht, dass du dich in einer ‘Küche’ befindest!” •
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