Aber künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für handwerkliches Können, Kreativität und persönliche Beratung
Künstliche Intelligenz scheint plötzlich überall zu sein. Und doch ist KI alles andere als neu. Selbst in der Küchenwelt gibt es KI schon seit Jahren, auch wenn sie selten so genannt wurde (oder wird). Heute erleben wir eine atemberaubende Geschwindigkeit, mit der sich die KI weiterentwickelt. Ihre Vorteile sind unübersehbar. Die Technologie schaltet eindeutig einen Gang höher, und das lässt niemanden in der Küchenbranche und darüber hinaus unberührt.

Für viele wird es eine Überraschung sein, für manche nicht, aber Sie machen schon heute ‘KI’. Der 3D-Küchenplaner, der auf der Grundlage von Platz, Ergonomie und Budget einige mögliche Entwürfe erstellt? KI. Die intelligenten Küchengeräte, die ihre Programme an die verschiedenen Nutzerprofile im Haushalt anpassen und gleichzeitig den Energieverbrauch senken? KI. Mit der Entwicklung, die die generative KI derzeit durchläuft, entwickelt sich die KI von einer unterstützenden Technologie zu einem aktiven Partner. Allerdings sollten wir immer, wirklich immer, den gesunden Menschenverstand walten lassen und die Arbeit der KI kontrollieren. Fragen Sie einfach Petra De Sutter.
Der Küchenspezialist, der in der Planungsphase einer neuen Küche realistische Bilder möglicher Anordnungen auf seinen Bildschirm zaubert, arbeitet also schon heute mit KI. Nur ist die Entwicklung so schnell, dass die Erstellung und Anzeige dieser Bilder zehnmal schneller sein wird. Der Endkunde freut sich über solche anschaulichen Beispiele und über den Grad der Professionalität des Küchenprofis. Dieser wiederum freut sich über die höhere Erfolgsquote und die zusätzliche Zeit, die er für die Beratung und Betreuung der Kunden aufwenden kann. Denn mit KI sind Küchengeschäfte auch in der Lage, Kundenfragen zu jeder Tageszeit zu beantworten. Natürlich unter der Voraussetzung einer entsprechenden Überwachung. Eine der vielleicht häufigsten Aufgaben von KI wird die automatische Erstellung von Texten und Bildern zur Unterstützung der Marketingkommunikation sein.

Es liegt auf der Hand, dass sich für die Hersteller interessante Möglichkeiten ergeben. Diese reichen von den intelligenten Funktionen, die wir heute kennen und die zweifellos die notwendigen Upgrades erhalten werden, bis hin zu einer weiteren Optimierung von Produktion und Produkt, einer besseren und reibungsloseren Qualitätskontrolle und einer vorausschauenden Wartung, die ‘auf den Punkt’ ist. Die KI bietet den Herstellern die Möglichkeit, Geräte auch individuell zu gestalten, und die Verbraucher von heute reagieren sehr empfindlich auf jede Art von Anpassung und Personalisierung. Auch mit prädiktiver Wartung, also der Vorhersage, wann ein Gerät gewartet werden muss, können Hersteller punkten.
Dank der KI werden die Einkaufsgemeinschaften in der Lage sein, noch bessere Marktanalysen und Bedarfsprognosen zu erstellen. Das freut natürlich sowohl die Spezialisten in den Mitgliedsküchen als auch die Einkaufsgemeinschaften selbst. Schließlich führt dies zu einer effizienteren Lagerverwaltung und zu effizienteren Verhandlungen über die Einkaufspreise mit den Herstellern.

Der Endkunde wird zweifellos eine gewisse Anleitung benötigen, um sich auf KI einzulassen, vielleicht sogar, um seine anfänglichen Ängste zu überwinden. Nein, KI-Anwendungen werden nicht zu schwierig sein, und ja, sie können den täglichen Komfort wirklich erheblich verbessern. Dass sie kein Allheilmittel ist, diese Botschaft muss ebenfalls klar und deutlich vermittelt werden. KI ist nur so gut wie die bereitgestellten Daten. Ohne qualitativen Input und/oder menschliche Kontrolle kann es durchaus schief gehen. Hier liegt eine wichtige Aufgabe für den Küchenspezialisten. Lassen Sie sich auf KI und ihr Potenzial ein, aber denken Sie daran, dass künstliche Intelligenz kein Ersatz für handwerkliches Können, Kreativität und persönliche Beratung ist. Und genau das sollten die Säulen der Küchenbranche sein.