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Beko Europe über Küchentrends, Smart Living, Nachhaltigkeit, Whirlpool und die Küchenmeile 2026

In dieser Folge von KeukenCast spricht Moderator Jerry Helmers mit Don van Etten und Anthony Assi von Beko Europe sowie seinem ständigen Co-Moderator Maarten Zegstroo über die wichtigsten Entwicklungen in der Küchenbranche. Themen sind die Trends der EuroCucina, die wachsende Bedeutung von Farbe in der Küche, Smart Living, KI und Nachhaltigkeit sowie die Positionierung von Beko und Whirlpool auf dem niederländischen Küchenmarkt. Außerdem werfen die Gäste einen Blick auf die Küchenmeile 2026, besprechen die Zusammenarbeit zwischen Beko und Ajax und geben praktische Tipps für Küchenfachgeschäfte und Showroom-Verkäufer.

Transcriptie

Küchenschränke – Beko Europe

Moderator: Jerry Helmers
Kolumnist: Maarten Zegstroo
Gäste: Don van Etten und Anthony Assi (Beko Europe)

[00:02] Einführung in die Folge und Vorstellung der Gäste
Jerry Helmers: Herzlich willkommen zu einer weiteren neuen Folge von „KeukenCast“. Der Podcast für alle Fachleute der Küchenbranche, vom Küchenplaner bis zum Verkäufer im Küchenstudio. Mein Name ist Jerry Helmers und ich bin der Moderator.
Jerry Helmers: Und heute habe ich drei Gäste hier im Studio. Ich habe natürlich wieder meinen Kolumnisten und Sidekick Maarten Zegstroo mitgebracht. Aber hier sind auch Don van Etten und Anthony Assi von der Firma Beko.
Jerry Helmers: Bevor ich euch näher vorstelle, Don: Wer sollte sich diesen Podcast anhören und warum sollte man sich vor allem alles anhören, was wir heute hier besprechen werden?
Don van Etten: Vor allem müssen sie zuhören – diejenigen, die zuhören sollten, sind natürlich die Unternehmer aus der Küchenbranche. Die neugierig auf die neuen Trends sind. Und darauf, wie der Fußball doch eine Verbindung zu unserer Branche hat.
Jerry Helmers: Wie Fußball damit zusammenhängt. Aber werden wir dann, Anthony, auch über die belgische Nationalmannschaft sprechen? Die Roten Teufel. Falls wir in diesem Podcast auch noch über Fußball reden sollten.
Don van Etten: Da haben wir es doch, oder?
Anthony Assi: Ja. Wir sind doch bei der WM dabei, wenn ich mich nicht irre.
Jerry Helmers: Ach ja, ihr seid schon ein Stück weiter als wir Niederländer.
Anthony Assi: Ja, das stimmt tatsächlich. Nein, ich denke vor allem, dass die Küchenspezialisten zuhören sollten. Wir werden auch – und das ist meine Sichtweise – ein wenig über die Marken Beko und Whirlpool sprechen. Wer diese Marken besser kennenlernen möchte, dem würde ich ebenfalls raten: Unbedingt zuhören.
Jerry Helmers: Ja, genau, unbedingt reinhören. Ein Grund, warum die Leute deiner Meinung nach unbedingt reinhören sollten, denke ich. Und genau darum geht es im mittleren Teil dieses Podcasts.
Maarten Zegstroo: Ja, das ist meine Minute.
Jerry Helmers: Maartens Kolumne. Maartens „Minütchen“. Na, darauf warten wir natürlich alle. Leute, wir wissen jedenfalls jetzt, wer zuhören muss und warum jeder zuhören muss. Das haben wir uns, glaube ich, klar vor Augen geführt.

[01:53] Aussagen als Aufwärmübung
Jerry Helmers: Ich möchte euch ein paar Thesen vorlegen. Einfach mal als Aufwärmübung, um zu sehen, was wir davon halten. Und wie schön ist es, wenn ihr beide darüber doch ein bisschen unterschiedlich denkt. Frage an unseren belgischen Gast: Anthony, die These – zustimmen oder nicht zustimmen? Der niederländische Verbraucher wählt seine Küche letztendlich vor allem mit den Augen und viel weniger mit dem Verstand aus.
Anthony Assi: Ich bin anderer Meinung.
Jerry Helmers: Da bin ich anderer Meinung. Don, was sagst du dazu?
Don van Etten: Stimmt.
Jerry Helmers: Stimmt. Oh, wie schön! Zwei Männer aus derselben Firma, die bereits unterschiedliche Meinungen zu dieser These haben. Einen besseren Anfang hätten wir uns nicht wünschen können. Was sagst du dazu, Maarten?
Maarten Zegstroo: Das sage ich auch mal.
Jerry Helmers: Sag du mal. Gut. Darauf werden wir später zweifellos noch zurückkommen. Ich habe das Gefühl, dass wir aus der Zeit geraten. Noch eine These: Die „intelligente Küche“ wird schon seit Jahren versprochen. Aber der Durchschnittsverbraucher hat noch überhaupt kein Interesse daran. Don, stimmst du zu oder nicht?
Don van Etten: Stimmt.
Jerry Helmers: Und was sagst du dazu, Anthony?
Anthony Assi: Na ja, mal sehen.
Jerry Helmers: Stimmt. Maarten?
Maarten Zegstroo: Das sage ich auch mal.
Jerry Helmers: Nun, darin sind wir uns jedenfalls einig. Da ist es wieder. Und ich werde es als Erstes Maarten vorlegen. Verbraucher verfügen heutzutage über so viele Informationen, bevor sie einen Showroom betreten, dass sich die Rolle des Küchenverkäufers grundlegend verändert hat.
Maarten Zegstroo: Grundlegend?
Jerry Helmers: Ja, es liegt an den Worten.
Maarten Zegstroo: Nun, dann bin ich immer noch anderer Meinung.
Jerry Helmers: Dann bist du also anderer Meinung. Don, was sagst du dazu?
Don van Etten: Ich stimme Maarten voll und ganz zu. Ich bin ganz und gar anderer Meinung.
Jerry Helmers: Da bin ich ganz anderer Meinung. Anthony?
Anthony Assi: Ich bin anderer Meinung.
Jerry Helmers: Na gut, dann noch eine. Ich fange wieder bei Anthony an. Ein Küchengerät mit zehn Funktionen, von denen der Verbraucher nur drei nutzt, ist einfach schlecht konzipiert.
Anthony Assi: Ich bin anderer Meinung.
Jerry Helmers: Don, warum musstest du lachen?
Don van Etten: Ich sehe mich vor allem vor dieser Spülmaschine stehen und immer denselben Knopf drücken.
Jerry Helmers: Ja, was man von seiner Frau erwartet.
Don van Etten: Genau. Ja, genau das.
Jerry Helmers: Stimmst du zu oder nicht, Don?
Don van Etten: Ich bin anderer Meinung.
Jerry Helmers: Da bin ich anderer Meinung. Maarten?
Maarten Zegstroo: Ja, ich bin auch anderer Meinung.
Jerry Helmers: Ja, okay, gut. Nun, darauf werden wir später im Podcast noch einmal am Rande – oder vielleicht sogar als Hauptthema – zurückkommen. Ich habe hier jedenfalls ein paar interessante Dinge gehört.

[04:07] Nähere Vorstellung der Gäste
Jerry Helmers: Eine kurze Vorstellung. Don, wer bist du?
Don van Etten: Küchenhandel. Verantwortlich für – wie der Begriff schon sagt – den gesamten Küchenhandelskanal bei Beko Europe. Bei Beko Europe vertreten wir drei Marken: Bauknecht, Whirlpool und Beko. Im heutigen Podcast werden wir uns vor allem mit Whirlpool und Beko beschäftigen.
Jerry Helmers: Völlig klar. Anthony, auch für dich ist es, glaube ich, dein Podcast-Debüt – du bist extra aus Belgien hierher ins Studio in Weert gekommen. Also, erzähl uns doch mal, wer du bist, denn du bist, glaube ich, noch nicht so lange im Unternehmen.
Anthony Assi: Innerhalb des Unternehmens. Ich bin Markenmarketing-Experte bei Beko Europe. Was bedeutet das? Ich beschäftige mich Tag für Tag mit allem, was mit Marke, Kommunikation, Marketing, Branding, PR, Partnerschaften und Ähnlichem zu tun hat.
Jerry Helmers: Bist du heute zu dieser Aufnahme mitgekommen, um Don ein bisschen im Zaum zu halten?
Anthony Assi: Vielleicht ein bisschen wie ein Wachhund.
Jerry Helmers: Ein bisschen wie ein Wachhund. Im Ernst, liebe Zuhörer, ihr seht es hier zwar nicht, aber die Spannung steigt hier im Studio, das kann ich euch sagen. Das wird ein richtig toller Podcast. Da bin ich mir sicher.
Don van Etten: Für alles gibt’s einen Schlag unter den Tisch.
Jerry Helmers: Für alles ein Klaps unter den Tisch. Also hör mal, wenn du ein Klopfen hörst, dann werden hier schon leichte Klapse ausgetauscht. Maarten, wer bist du? Du hast schon seit sehr langer Zeit eine feste Rubrik in diesem Podcast. Aber erzähl doch noch einmal kurz, wer du bist.
Maarten Zegstroo: Ja, ich bin Maarten Zegstroo. Ich bin seit etwa – die Jahre laufen zusammen, deshalb sage ich immer fünfzehn Jahre, aber inzwischen dürften es wohl siebzehn Jahre sein – Fachredakteur in der Küchenbranche.
Jerry Helmers: Völlig klar. Wie sind wir eigentlich bei dir gelandet für diese Kolumne? Wie kam es eigentlich zu dieser Idee? Du hast ja immer eine ziemlich pointierte, eigene Meinung. Ich verstehe, dass du jetzt noch nicht verraten willst, wie dein heutiger „Maartens-Minütchen“-Beitrag aussehen wird. Aber können wir ein bisschen Biss oder eine klare Stellungnahme erwarten?
Maarten Zegstroo: Ja, nun, das ist keine besonders provokante These. Aber es ist eine Frage, von der ich denke, dass sie für Fachleute aus der Gastronomie durchaus von Interesse sein könnte.

[06:05] Themen dieser Folge
Jerry Helmers: Sehr gut. Nun, wir werden es gleich hören. Was werden wir in diesem Podcast vor allem besprechen? Ihr habt es gehört: Wir befinden uns jetzt im September 2026, und wir werden noch einmal ganz kurz in die Vergangenheit zurückblicken, auf die EuroCucina, die stattgefunden hat. Trends, die Dynamik, die Atmosphäre, die Highlights – darüber möchte ich gerne mit euch sprechen. Das Konzept des „Smart Living“: Was ist das eigentlich? Ihr habt dazu Untersuchungen durchgeführt oder Ideen entwickelt und präsentiert. Darüber möchten wir mehr erfahren. Ja, man kommt fast nicht drum herum: Nachhaltigkeit. Wir möchten gleich von euch erfahren, was ihr unter dem Begriff Nachhaltigkeit versteht. Denn meiner Meinung nach ist das mittlerweile schon ein bisschen zu einem Sammelbegriff geworden. Und ja, ich habe es bereits gesagt: Wir schreiben jetzt September 2026. Am Tag der Aufzeichnung sind wir etwa drei Wochen vor der Küchenmeile in Deutschland. Also werden wir mit euch auch einen Ausblick darauf werfen. Und ja, danach werden wir über Ajax sprechen.
Jerry Helmers: Ja, na ja, ich finde die Idee zwar gut, aber ich halte mich lieber zurück. Ich hoffe auch, dass die Fans von Feyenoord und PSV diesem Podcast weiterhin treu bleiben. EuroCucina, ihr wart ja dort.
Don van Etten: Ich war tatsächlich dort.
Jerry Helmers: Ja, natürlich. Fasse das doch mal kurz zusammen. Kannst du das in etwa einer Minute schaffen? Ich werde die Uhr nicht stellen. Was waren deine Eindrücke, vor allem, wenn es um Trends und die Dynamik auf dem Markt geht? Die Stimmung – was hast du gesehen, was hast du gespürt?

[07:32] Trends auf der EuroCucina
Don van Etten: Ja, es ist ganz offensichtlich, dass sich in der Welt der Küchenliebhaber weltweit – oder zumindest in Europa – ein Wandel vollzieht. Man sieht viele Farben. Man sieht Pastellfarben. Der Trend zu runden Formen, zum Beispiel bei Arbeitsplatten. Man sieht, dass die Gerätehersteller sehr gut darauf reagieren, indem sie ebenfalls farbige Geräte produzieren. Was die Niederlande oder die Benelux-Länder betrifft, waren wir also Trendsetter. Deshalb haben wir bereits im letzten Jahr eine Reihe von Farben für unsere Produkte eingeführt. Aber auch bei der Konkurrenz sieht man das immer häufiger. Sei es die Farbe Beige oder Blau.
Jerry Helmers: Aber woher kommt das eigentlich, dieses Bedürfnis nach Farbe? Oder nein, das Bedürfnis nach Farbe lässt sich jedenfalls gut verkaufen.
Don van Etten: Nun ja, ich glaube, das hat vor allem mit einem Trend zu tun. Wie lässt sich ein Trend bestimmen? Das ist natürlich immer das Interessante daran. Das gilt übrigens nicht nur für die Küchenbranche. In der Mode ist es genau dasselbe.
Jerry Helmers: Ja, aber was glaubst du selbst, woher das kommt?
Don van Etten: Nun, man entfernt sich doch immer mehr von den traditionellen Vorlieben, bei denen man sich vor allem für eine weiße Küche mit Edelstahlgeräten oder schwarzen Geräten entscheidet. Aber europaweit lässt sich doch ganz deutlich ein Trend zu diesen unterschiedlichen Farbkombinationen erkennen.
Jerry Helmers: Maarten, was denkst du? Woher kommt dieses Bedürfnis nach Farbe?
Maarten Zegstroo: Ja, ich denke, dass das, was Don sagt, tatsächlich auch weitgehend von den Leuten bestimmt wird, die in der Branche sozusagen das Sagen haben.
Jerry Helmers: Na ja, wen meinst du denn damit?
Maarten Zegstroo: Nun, Marketingfachleute, aber auch Designer. Und die spielen dabei eine sehr wichtige Rolle. Und wir haben in der Vergangenheit natürlich auch schon weiße Einbaubacköfen gesehen. Die waren nach ein paar Jahren wieder verschwunden. Und jetzt sieht man, dass sie in Pastellfarben wieder aufkommen. Und natürlich haben wir in der Branche auch schon mal Dunkelbraun gesehen. Das bietet natürlich designtechnisch etwas mehr Möglichkeiten.
Jerry Helmers: Stimmt.
Maarten Zegstroo: Deshalb begrüße ich das durchaus. Nur ob es immer von Dauer sein wird, das bleibt immer ein wenig fraglich.
Jerry Helmers: Ja, genau. Was denkst du, Anthony? Du bist ja Brand-Marketer.
Anthony Assi: Ich glaube, einer der Trends, den wir tatsächlich beobachten können, ist, dass die Küche früher vielleicht ab und zu ein etwas abgelegener Ort im Haus war. Diese Wände wurden nun aufgebrochen, und wir sehen, dass die Küche nun wirklich viel mehr das pulsierende Herz des Hauses ist.
Jerry Helmers: Aber das geht doch schon seit etwa fünfzehn, zwanzig Jahren so, oder?
Anthony Assi: Ja, zum Glück. Aber zusätzlich zu diesen Trends beobachten wir in der Tat, dass die Menschen – gerade weil die Küche so offen gestaltet ist, weil sie das Herzstück des Hauses ist – natürlich auch wollen, dass die Küche ein wenig auffällt. Dass sie auch wirklich … Es ist sozusagen etwas, mit dem man prahlen kann. Und ich denke, dass diese Farben dabei auch helfen können. Es wird auch zu einem Teil der eigenen Identität im Haus. Ich glaube also, dass das wirklich eine Rolle spielt.
Jerry Helmers: Das spielt in der Tat eine Rolle.
Maarten Zegstroo: Jerry, ich glaube auch, dass die Verbraucher diesbezüglich Fragen stellen. Die Verbraucher möchten also gerne die Wahl haben. Die Auswahl war früher sozusagen: Man konnte zwischen Edelstahl und Schwarz wählen. Und dann gibt es doch Leute, die sagen: Ja, kann ich nicht eine andere Farbe wählen? Je öfter das vorkommt, desto eher sagt ein Lieferant oder Hersteller: Na gut, dann werden wir auch andere Farben anbieten.

[11:03] Farbauswahl und der Einfluss von Trends
Jerry Helmers: Aber wie seht ihr das denn… Vielleicht sage ich jetzt etwas, das eine Annahme meinerseits ist. Farben, ich verstehe schon. Das ist offenbar etwas, wonach wir alle mehr Verlangen haben. Du sagst, dass du das auch häufiger siehst, oder dass du es auch auf der EuroCucina, auf der Messe, häufiger gesehen hast. Aber die Frage ist natürlich: Du hast ein schönes Zuhause, zum Beispiel eine schöne Wohnung. Ist es sinnvoll, etwas in Farbe zu wählen? Denn schließlich willst du deine Wohnung in zehn oder fünfzehn Jahren wieder verkaufen, und dann ist es doch immer noch fraglich, ob diese Farben dann noch gut ankommen. Ich finde, das ist für den Verbraucher doch immer ein kleiner Spagat. Wie siehst du das?
Don van Etten: Gute Frage. Ich beziehe das mal auf mich selbst. Vor so vielen Jahren habe ich ein Haus gekauft, ein altes Haus. Nicht wegen dieser Küche. Nein, das habe ich nicht getan. Und du sprichst von zehn Jahren. In zehn Jahren darf diese Küche vielleicht wieder ausgetauscht werden. Das sieht man natürlich auch. Die Leute möchten ein Haus, das sie neu kaufen, doch ganz nach ihrem eigenen Geschmack gestalten. Und wenn ihnen die Farbe nicht gefällt, hat man heutzutage auch die Möglichkeit, die Schranktüren zu folieren. Also nein, ich sehe darin absolut kein Problem.
Jerry Helmers: Nein, wie siehst du das? Welche Farbe hat deine Küche zu Hause?
Anthony Assi: Beige. Ja, ich finde diese knalligen Farben selbst auch nicht besonders schön.
Don van Etten: Ja, aber dazu kommt vielleicht noch etwas, was man natürlich auch immer häufiger beobachtet: der Einfluss, den Influencer darauf haben. Wir haben vorhin im Vorgespräch kurz über die Timeline gesprochen, die in deinen sozialen Netzwerken vorbeiläuft. Sobald man dort ist, sieht man alles Mögliche vorbeiziehen. Und man sieht, dass diese Influencer – natürlich angestachelt von den Herstellern – sehr stark darauf eingehen.
Jerry Helmers: Wer sind deiner Meinung nach die wichtigsten oder auffälligsten Influencer in der Welt der Küche? Meinst du damit etwa … Wie heißt der noch mal? Bas Smit und Kim Kötter, die überall im Land tolle Deals abschließen.
Don van Etten: Ja, [unverständlich].
Jerry Helmers: Gut, das sind nun erst einmal die ersten beiden, die mir spontan einfallen.
Don van Etten: Ja, frag mich nicht nach Namen, das sagt mir überhaupt nichts. Aber man sieht es immer häufiger. Und man sieht auch immer öfter, dass jeder glaubt, ein Influencer sein zu können, und darauf reagieren die Hersteller wiederum. Und so weiter, und so weiter. Und das spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Entscheidung, die letztendlich auch den Verbraucher beeinflusst.

[13:25] Dynamik auf dem niederländischen Küchenmarkt
Jerry Helmers: Kommen wir noch einmal auf die EuroCucina zurück. Wir haben jetzt schon ein wenig über die Trends gesprochen. Welche Dynamik hast du auf dem Markt wahrgenommen?
Don van Etten: Du fragst: Wie war eigentlich die Stimmung auf der EuroCucina? Das ist für mich schwer einzuschätzen, denn dort bekommt man natürlich einen europaweiten Eindruck. Und dort sind europäische Kunden aus allen Ländern vertreten. Ich möchte es etwas näher an der Heimat belassen. Wie erlebt der Unternehmer das in den Niederlanden? Es ist schließlich ein niederländischer Podcast, den wir produzieren. Da sieht man eigentlich zwei Seiten. Man sieht den Unternehmer, der sich beschwert und sich von der momentanen Lage des Tages leiten lässt. Und dann heißt es sofort: Es läuft so schlecht in der Branche. Aber es gibt auch den Unternehmer – und ich betone bewusst „Unternehmer“ –, der unternehmerisch denkt. Und der eigentlich in jeder Phase, ob geschäftig oder nicht, Chancen für Wachstum sieht. Schauen Sie sich mal an, wie viele Häuser gebaut werden müssen. Die Regierung hat einfach eine Quote festgelegt. Ich sehe die nahe Zukunft also noch sehr rosig.
Jerry Helmers: Aber das war auch die Atmosphäre, die du spürst? Du möchtest das in die Niederlande übertragen, aber ist das eine Atmosphäre, die du in den Niederlanden spürst?
Don van Etten: Ja, auf jeden Fall.
Jerry Helmers: Es hat natürlich auch keinen Sinn, sich deprimiert an den Schreibtisch zu setzen.
Don van Etten: Nein, und es wird zweifellos einige geben – und die gibt es auch –, die das tun. Aber damit wird man es nicht schaffen. Das glaube ich nicht.
Jerry Helmers: Marketingfachmann, wie vermitteln Sie Ihre eigene Botschaft in einem Markt, in dem auch Zweifel herrschen?
Anthony Assi: Ich denke, wir haben auf jeden Fall… Ja, wir haben natürlich zwei Marken, nämlich Beko und Whirlpool. Und dass wir mit diesen Marken natürlich unterschiedliche Kundengruppen ansprechen können, was für uns natürlich auf jeden Fall ein Vorteil ist. Aber es ist nicht so, dass wir besonders stark auf die Tatsache eingehen werden, dass es, um es mal so zu sagen, derzeit vielleicht etwas bedrückende Zeiten sind. Was jedoch zutrifft, ist, dass wir uns auch auf bestimmte Technologien konzentrieren werden. Wir stellen zum Beispiel fest, dass den niederländischen Verbrauchern sehr viel daran liegt, dass ein neues Gerät, das sie kaufen, nachhaltig sein muss. Dass es ein Gerät sein muss, das tatsächlich auch einen Eindruck davon vermittelt, wie viel es im Betrieb kostet und dergleichen. Das sind also Aspekte, die wir vielleicht stärker in den Fokus rücken könnten.

[15:47] Was bedeutet Nachhaltigkeit?
Jerry Helmers: Gut, dann möchte ich kurz zum dritten Thema überleiten: Nachhaltigkeit. Nun, ich habe es bereits vorhin in der Einleitung zu diesem Podcast erwähnt. Ich würde gerne einmal eine – nun ja – vielleicht sogar die ultimative Definition des Begriffs „Nachhaltigkeit“ hören. Denn heutzutage kann man kaum noch eine Zeitschrift, ein Medium oder eine Zeitung aufschlagen, eine Fernsehsendung oder einen YouTube-Kanal einschalten oder vielleicht auch einen Podcast anhören, ohne das Wort Nachhaltigkeit zu hören. Ich werde als Erstes einmal Maarten danach fragen. Was ist das? Was ist Nachhaltigkeit?
Maarten Zegstroo: Ja, Nachhaltigkeit hat meiner Meinung nach zwei Seiten. Das betrifft zum einen den Energieverbrauch, zum anderen aber auch den Verwertungsprozess, wenn der Ofen wieder zurückgegeben wird. Das kann natürlich auch eine Form von Nachhaltigkeit sein. Und das wird auch von den Lieferanten zunehmend berücksichtigt. Das ist für mich Nachhaltigkeit.
Jerry Helmers: Don, was bedeutet Nachhaltigkeit für dich oder für Beko?
Don van Etten: Für mich ist Nachhaltigkeit ein Prozess, der von A bis Z stimmen muss. Oft sprechen wir von einem Produkt, das nachhaltig ist. Ja, was ist denn dann nachhaltig? Genau. Aber ein Produkt muss auch nachhaltig hergestellt werden. Wie sieht die Fabrik aus? Da stehen nur Sonnenkollektoren auf dem Dach. Wie CO₂-neutral sind diese Fabriken? Und das ist, wenn ich mir unser eigenes Unternehmen anschaue, etwas, das bei uns einen hohen Stellenwert hat. Und ich will Anthony nicht die Show stehlen, aber das ist für mich das Wichtigste. Nachhaltig ist also ein Prozess, der von A bis Z stimmt und nachhaltig ist. Und nicht nur das Produkt, das aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird.
Maarten Zegstroo: Ein Energieeffizienzlabel nützt nichts, wenn die Produktion und der Transport nicht nachhaltig erfolgen.
Don van Etten: Ja, der Kundenbetreuer, der mit dem passenden Auto zum Kunden fährt, und so weiter.
Jerry Helmers: Und so weiter. Anthony, kannst du dem noch etwas hinzufügen? Diese beiden Herren haben es meiner Meinung nach bereits recht gut auf den Punkt gebracht.
Anthony Assi: Sie haben eigentlich schon sehr gut erklärt, dass Nachhaltigkeit in der DNA des Unternehmens verankert ist. Es ist kein Modewort, auf keinen Fall. Und Don bringt es eigentlich schon auf den Punkt: Man muss es eigentlich so sehen … Ich konzentriere mich immer auf die drei Säulen. Da ist zum einen die Produktion der Geräte, zum anderen die Produkte selbst. Darüber haben wir noch nicht besonders ausführlich gesprochen. Aber ja, man kann auch bestimmte Technologien entwickeln. Und dafür haben wir übrigens auch echte F&E-Einrichtungen, verteilt über ganz Europa, die sich täglich damit beschäftigen. Wenn das Produkt einmal verbraucht ist, wie geht man damit um? Und das ist eigentlich Recycling.
Jerry Helmers: Recycling oder Verwertung.
Anthony Assi: Recycling, genau. Ja, das stimmt. Und in beiden Bereichen ist Beko tatsächlich sehr eng eingebunden.

[18:35] Nachhaltigkeit für Verbraucher verständlich machen
Jerry Helmers: Aber die Frage ist und bleibt: Wie kann man das dem Verbraucher denn nun ein bisschen attraktiv verkaufen?
Anthony Assi: Ich denke in der Tat, dass das Thema oft sehr oberflächlich behandelt wird. Und die Menschen wollen tatsächlich etwas davon haben. Wir haben selbst auch eine Studie durchgeführt. Und ich habe das dort gerade schon kurz angesprochen. Aus dieser Studie ging hervor, dass 86 Prozent der niederländischen Verbraucher angaben, beim Kauf eines neuen Geräts tatsächlich Wert darauf zu legen, dass dieses energieeffizient ist und dergleichen. Gleichzeitig geben sie aber auch an, dass sie derzeit noch nicht genau wissen, wie sie das anstellen sollen, oder dass es noch zu schwierig ist, den tatsächlichen Verbrauch ihres Geräts zu ermitteln. Und ich denke, genau danach suchen die Verbraucher. Sie wollen nicht so sehr ein energieeffizientes Gerät oder Ähnliches, sondern sie wollen vor allem wirklich diese Tools haben.
Jerry Helmers: Weißt du, was ich interessant finde? Ich frage mich allerdings, ob der Verbraucher, der ein energieeffizientes Gerät haben möchte, dies tut, weil ihm die Umwelt so sehr am Herzen liegt, oder weil er so wenig Geld wie möglich dafür ausgeben möchte. Na ja, sag du es.
Anthony Assi: Zumindest eine gewisse Mischung aus beidem. Es wird diese beiden Lager geben.
Jerry Helmers: Aber ich bin gerade in den Niederlanden. Mal sehen, was unser belgischer Gast von unserer niederländischen Sparsamkeit hält. Aber das ist durchaus eine ernst gemeinte Frage.
Anthony Assi: Ich glaube, dass es tatsächlich beide Seiten geben wird. Daran führt kein Weg vorbei. Dem Planeten geht es nicht gut. Wir müssen alle gemeinsam alles tun, um für ihn zu sorgen.
Jerry Helmers: Natürlich gehen die Meinungen darüber auseinander, ob es dem Planeten gut geht oder nicht. Wir sind weltweit bereits in zwei Lager gespalten. Aber ist es für euch als Unternehmen nicht doch ziemlich kompliziert, das gesamte Konzept der Nachhaltigkeit ein wenig attraktiv zu vermarkten, ohne dabei vielleicht wie eine Art Klimapessimist zu wirken?
Don van Etten: Das sind wir als Unternehmen, als Hersteller. Nur spielt hier beispielsweise auch der Staat selbst eine sehr große Rolle.
Jerry Helmers: Erklären Sie das doch mal.
Don van Etten: Ich denke, das lässt sich ganz einfach erklären. Wenn man auf die Zeit zurückblickt, als Hybrid- und Elektroautos auf den Markt kamen, wurden diese vor allem vom Staat finanziert. Alle fahren elektrisch, und alle Fördermittel werden gestrichen. Man denke an Solaranlagen: Solaranlagen konnte man früher mit einer Förderung kaufen. Und jetzt kostet es bald Geld, wenn man Solaranlagen hat. Von der Regierung hinters Licht geführt. Und deshalb fällt es ihnen vielleicht schwerer, zu glauben, was der Verkäufer im Laden über Nachhaltigkeit sagt. Denn einerseits werden sie von der Regierung belogen, und andererseits sagt der Verkäufer: Man muss dieses Produkt oder diese Küche kaufen, weil sie nachhaltig ist.

[21:11] Aufruf an die Regierung
Jerry Helmers: Ja, bevor wir in die Pause gehen, möchte ich noch sagen … Aber damit würde ich Maartens „Minute“ viel zu kurz kommen. Doch bevor wir zu seiner Kolumne in der Mitte dieses Podcasts kommen: Eine letzte Frage an dich, Don. Regierung. Ja, ich werde dich jetzt um eine politische Stellungnahme bitten.
Don van Etten: Verhalte dich normal. Na ja, was für ein Tipp? Sei konsequent und bleib dran. Aber das kann ich als Laie, als Verbraucher, natürlich leicht sagen.
Jerry Helmers: Na ja, vielleicht hört Rob Jetten ja noch zu, falls er noch Ministerpräsident ist, wenn dieser Podcast online geht. Das ist die Frage. Ja, also, liebe Regierung, seid doch etwas konsequenter. Das macht das Ganze vielleicht letztendlich etwas glaubwürdiger.
Don van Etten: Ja, das glaube ich auch.
Jerry Helmers: Gesprochene Kolumne. Maarten, bist du bereit?
Maarten Zegstroo: Klar, klar. Nur zu.

[21:59] Maartens’ kurze Ausführungen zum Thema Übernahmen
Maarten Zegstroo: Das Wort „Übernahme“ sorgt am Arbeitsplatz selten sofort für Jubel. Denn was wird sich ändern? Bleibt meine Stelle erhalten? Bekomme ich einen anderen Chef? Und bleibt das Unternehmen, für das ich manchmal schon seit Jahren arbeite, eigentlich noch dasselbe Unternehmen? Dennoch muss eine Übernahme natürlich keineswegs negative Folgen haben. Im Gegenteil: Unternehmen können sich gegenseitig stärken, neue Märkte erschließen und vom Wissen, den Marken und der Größe des jeweils anderen profitieren. Ich habe hautnah miterlebt, wie schnell sich das Spielfeld verändern kann. Zunächst schlossen sich Whirlpool und Indesit zusammen. Jahre später folgte mit der Gründung von Beko Europe, in der die europäischen Aktivitäten von Whirlpool und Arçelik zusammengeführt wurden, erneut eine große Veränderung. Und inzwischen wurde darin bereits der nächste Schritt unternommen. Markennamen bleiben bestehen, Organisationen verändern sich, und hinter den Kulissen müssen die Menschen jedes Mal ihren Platz finden. Und genau deshalb bin ich neugierig auf die Erfahrungen von jemandem, der all das aus nächster Nähe miterlebt hat. Wie hast du diese Veränderungen und Übernahmen persönlich erlebt? Und kannst du uns eigentlich einen Einblick in den nächsten Schritt geben? Denn dieser ist für den Küchenspezialhandel wichtig. Wie ist Beko Europe nun organisiert? Und was werden wir davon hier in den Niederlanden konkret bemerken?
Jerry Helmers: „Kaboom“, sage ich dann. Das war mal wieder eine „Maartens-Minute“, die wir in die Annalen eintragen können. Don, hast du mitgeschrieben? Denn das war nicht nur eine einzige Frage am Schluss. Es waren vier oder fünf Fragen darin versteckt, also übergebe ich das Wort an dich.

[23:41] Zusammenlegung von Organisationen und Marken
Don van Etten: Ja, nein, interessante Frage, Maarten. Vielen Dank für die Frage. Ich habe in der Tat schon einige Veränderungen, Übernahmen und Ähnliches miterlebt. Dabei unterscheiden sich die beiden Fälle, die ich erlebt habe, jedoch voneinander. Zunächst wurde Indesit von Whirlpool übernommen, was etwas reibungsloser verlief. Jetzt haben wir es zunächst einmal mit einer Zusammenarbeit zu tun. Die Unternehmen Beko Nederland und Whirlpool Nederland wurden sozusagen übernommen. Dadurch entstehen auch zwei völlig unterschiedliche Kulturen, die man zusammenführen muss. Die Schwierigkeit, mit der wir derzeit noch zu kämpfen haben, besteht darin, dass wir offiziell immer noch zwei verschiedene Unternehmen sind. Glücklicherweise sind wir jedoch in ein gemeinsames Bürogebäude umgezogen. Früher saßen die Kollegen von Beko in Zoetermeer und wir in Breda. Mittlerweile arbeiten wir alle in einem Büro in Breda. Das macht die Sache einfacher. Die Komplexität liegt in den Marken. Wir haben von Whirlpool aus die Marken Bauknecht und Whirlpool vertrieben, und Beko vertrieb die Marke Beko, wobei man insbesondere bei Whirlpool und Beko sah, dass es da sehr viele Überschneidungen gab. Das bedeutet also, dass man zwei Marken verkauft, die auf demselben Spielfeld agieren. Und ja, wie trennt man die voneinander? Das ist oft schwierig. Mittlerweile sind wir so weit, dass beide Marken eine ganz klare Position haben. Wir sagen: Beko ist eher im unteren Marktsegment angesiedelt. Dort konkurriert die Marke mit ETNA und Inventum. Das sind die direkten Konkurrenten von Beko. Wenn man sich Whirlpool ansieht, bewegt sich diese Marke eher im Segment von Electrolux und Pelgrim. Ein bisschen im unteren Segment von AEG. Beide haben also eine ganz klare Position eingenommen. Ja, dann gibt es noch eine Marke wie Bauknecht, die sich wiederum oberhalb von Whirlpool positioniert. Nun, vielleicht eine Neuigkeit im Podcast: die Benelux-Länder…
Maarten Zegstroo: Na ja, ich sehe, dass du ziemlich geschockt bist.
Maarten Zegstroo: Ich hatte schon so eine Vorahnung … Ich will nicht sagen, dass ich das vorausgesehen hätte, denn ich habe mir noch ein bisschen überlegt: Na ja, Bauknecht ist vielleicht in manchen Bereichen eine interessante Marke, sozusagen. Aber ich stimme dir zu. Ich erinnere mich noch, als Beko mit Einbaugeräten anfing. Damals habe ich mit Gerrit van Tijl darüber gesprochen. Und da sagten sie tatsächlich: Ja, das erinnert ein bisschen an Whirlpool.
Jerry Helmers: Stimmt.
Maarten Zegstroo: Und dann habt ihr euch zusammengeschlossen, und meine erste Reaktion war auch: „Oh, aber die ähneln sich ja ziemlich, also wer wird sich nun in welche Richtung bewegen?“ Ja, genau, und diese Entwicklung sieht man, wodurch Whirlpool eigentlich auch wieder ein bisschen in Richtung Bauknecht gewachsen war.
Jerry Helmers: Hat sich dein Gespür für den Markt bestätigt, oder dein Gefühl dafür, was so ungefähr los war – dieses Bauchgefühl? Das hat sich also tatsächlich bestätigt.
Maarten Zegstroo: Ja, das stimmte schon.
Don van Etten: Wir weichen ein wenig von der Frage ab, die du gestellt hast. Das ist mir peinlich. Dann gebe ich den Zuhörern einen kleinen Vorgeschmack. Falls diese Sendung vor der Küchenmeile ausgestrahlt wird: Besucht uns auf dem Gut Böckel in Deutschland. Und ich werde persönlich erklären, warum wir uns von Bauknecht trennen.
Jerry Helmers: Ja, aber warum wollen wir das hier nicht hören?
Don van Etten: Ja, aber ich war gerade so richtig in meiner Geschichte drin.
Jerry Helmers: Nein, aber sag es doch jetzt mal ganz kurz. Sonst bleibt es uns nicht im Gedächtnis. Sonst vergessen wir es vielleicht wieder.
Don van Etten: Nein, wir werden also zum 1. Januar die Marke Bauknecht aus dem Sortiment nehmen. In Anführungszeichen: aus dem Sortiment. Bei Whirlpool werden wir ein Sortiment hinzufügen, das exklusiv für den Fachhandel bestimmt ist. So muss man es sehen. Das bedeutet also keine breite Markteinführung. Eine feste Preisgestaltung, hohe Margen, andere Garantiebedingungen und so weiter und so fort. Und das ist schon ein kleiner Vorgeschmack. Das kann ich hier nicht bildlich erklären. Das kann ich nur in Worten tun. Aber auf der Küchenmeile werden wir diese Produkte bereits präsentieren. Welche Unterschiede wird es zu Bauknecht geben und worin liegt vor allem für Sie als Unternehmer der große Vorteil?

[27:53] Kulturelle Unterschiede nach dem Zusammenschluss
Jerry Helmers: Ich frage mich das tatsächlich, Maarten. Denn das hast du jetzt glücklicherweise noch einmal etwas näher erläutert. Wir haben also die „Breaking News“ tatsächlich noch ein wenig erweitert und erläutert. Ich habe noch nicht den Eindruck, Maarten, dass du eine vollständige Antwort auf die Fragen erhalten hast, die du gestellt hast. Denn du hast natürlich auch über kulturelle Unterschiede gesprochen. Ja, Don, das hast du angesprochen. Aber mir bleibt doch die Frage im Kopf: Woran merkst du diese kulturellen Unterschiede und wie verhinderst du, dass der Markt möglicherweise darunter leidet, wenn diese kulturellen Unterschiede zwischen zwei Unternehmen doch bestehen? Was ja logisch ist. Zwei Menschen, zwei Unternehmen schließen sich zusammen, zwei Gruppen mit unterschiedlichem Hintergrund kommen zusammen. Da muss ein Entgegenkommen stattfinden.
Maarten Zegstroo: Wir werden das Ganze mal in einen Zusammenhang stellen. Manchmal kommt es zu Übernahmen, bei denen von dem kleineren Unternehmen sozusagen nichts übrig bleibt. Und das ist in diesem Fall überhaupt nicht der Fall. Da bin ich also schon gespannt.
Anthony Assi: Ja, wie macht ihr das?
Jerry Helmers: Vielleicht kann der Brand-Marketer dazu etwas sagen?
Anthony Assi: Beide gehören zur selben Kategorie, das ist eine Tatsache. Aber sie unterscheiden sich durchaus. Sie haben wirklich eine einzigartige Identität. Whirlpool wird sich zum Beispiel viel stärker auf das Premiumsegment konzentrieren, wie Don bereits gesagt hat. Dabei dreht sich auch sehr viel um das Wohlbefinden zu Hause. Beko hingegen wird eher den Untermarkt ansprechen. Dort wird der Fokus mehr auf Vertrauen, Leistung und ähnlichen Aspekten liegen. Es ist unsere Aufgabe als Marketingfachleute, diese Unterschiede deutlich hervorzuheben und sie natürlich auch je nach Land und Region korrekt darzustellen. Auf diese Weise können wir die Unterschiede für den Verbraucher deutlicher machen.
Jerry Helmers: Ja, aber auch der Verkäufer im Küchenstudio muss das verstehen.
Don van Etten: Na ja, das ist es vor allem. Und vor allem: Was ist dann der Vorteil für den Verkäufer im Küchenausstellungsraum?
Jerry Helmers: Ja.
Don van Etten: Und darauf gibt es eigentlich eine ganz klare Antwort. Wir haben gerade schon zu Beginn des Podcasts – Entschuldigung, während unserer Vorbereitungsbesprechung – darüber gesprochen, dass die Marke Whirlpool im breiten Markt, also im Fachhandel, weitgehend unbekannt war. Nun, das war nicht immer besonders positiv. Das hing auch mit unseren Investitionen im Bereich Branding zusammen. Ich bin schon sehr lange bei Whirlpool. Ich sage schon seit langem: Lasst uns im Fernsehen werben, lasst uns vor allem Geld in das Branding investieren, unsere Marken groß machen. Und wir haben uns immer dafür entschieden, gerade in … Was man allerdings sofort sieht, ist, dass die Philosophie bei Beko etwas anders ist. Das bedeutet zwar, in das Markenbild zu investieren, hatte aber zur Folge, dass wir im Mai – den ganzen Mai über – mit der Marke Whirlpool im Fernsehen zu sehen waren.
Jerry Helmers: Aber darüber wird sich jeder Verkäufer in einem Küchenausstellungsraum oder jeder Unternehmer mit einem Küchenspezialgeschäft freuen, dass diese Profilierung auch von euch organisiert wird. Zum Beispiel durch das, was du sagst, im Mai. Du warst den ganzen Monat über überall präsent.
Maarten Zegstroo: Ja, ich glaube letztendlich auch, dass der Bekanntheitsgrad bei den Verbrauchern unglaublich wichtig ist. Als Einzelhändler hat man durchaus die Möglichkeit, zu steuern, mit welcher Marke man an die Öffentlichkeit tritt. Aber eine Marke, die völlig unbekannt ist, macht das Ganze schon deutlich schwieriger.

[31:02] Wer trifft die Entscheidung über die Auswahl der Geräte?
Don van Etten: Das ist allerdings eine interessante Diskussion. Denn ist es tatsächlich der Verbraucher, der entscheidet, oder liegt die Entscheidung doch beim Verkäufer?
Maarten Zegstroo: Nein, ich bin immer der Meinung, dass der Verkäufer das Sagen hat.
Jerry Helmers: Oder lenkt er? Entscheidet er oder lenkt er?
Maarten Zegstroo: Ich kann ein kurzes Beispiel nennen. In meinem Bekanntenkreis wollte jemand eine Küche kaufen. Er hat mich gefragt, was er denn… Welche Geräte er innerhalb seines Preisrahmens am besten wählen sollte. Da habe ich ihn beraten. Und er kam mit einer anderen Marke nach Hause. Denn der Verkäufer hatte die Informationen über die Marke, die er letztendlich verkauft hat, sehr gut im Griff. Aber die Marke, die ich empfohlen hatte, konnte all das auch. Nur weil die Marge bei dieser anderen Marke höher war, hat er ihm sozusagen diese verkauft.
Jerry Helmers: Ja, wie würdet ihr das denn machen? Denn das ist natürlich sehr interessant. Auch der Verkäufer im Küchenausstellungsraum hat seine eigenen Vorlieben und Präferenzen. Und gerade wenn es um Gewinnspannen geht, sind diese Vorlieben vielleicht schnell festgelegt.
Don van Etten: Ich nehme es ihnen auch nicht übel. Wenn ein Kundenbetreuer voller Begeisterung hereinkommt, verkauft ein Verkäufer gerne deine Marke, denn das ist jemand, der Begeisterung ausstrahlt. Halte deine Versprechen ein. Ich sage immer: Tu, was du versprichst, und verspreche, was du tust. Das ist für mich eigentlich die wichtigste Säule. Und die Marge – ich denke, die ist auch sehr wichtig. Und darauf legen wir vor allem Wert. Das höre ich auch von dir, Maarten. Die Marge ist ein sehr wichtiger Faktor. Der Verbraucher, der eine Küche kauft, denkt nicht in der Art: „Ich werde Geräte kaufen.“ Er stellt sich also eine Küche in einer bestimmten Farbgebung vor. Und oft sieht man, dass die Geräte quasi als Nebensache betrachtet werden.
Jerry Helmers: Ja, dann kann man sie jeden Tag voll ausnutzen.
Don van Etten: Zu hundert Prozent, da stimme ich voll und ganz zu.
Jerry Helmers: Aber dennoch erkennt der Verbraucher auch, dass die Küche gerade durch diese offene Gestaltung zu einem Teil seiner Wohnung geworden ist. Er sieht also doch viel mehr als nur das Konzept, bei dem einige Geräte nebeneinander stehen.
Don van Etten: Aus der Küche. Und die Küche gehört ganz ihm allein. Und wenn man es ganz einfach ausdrückt: Wenn die Küche absolut top ist und man trotzdem schwarze Geräte hineinstellt, macht es dann wirklich einen großen Unterschied, ob das schwarze Design von Marke A, B, C oder D stammt? Das glaube ich nicht so recht.
Jerry Helmers: Genau. Es sei denn, Ihr Verkäufer – und das ist auch schon ein interessanter Fall – hat gerade mehr für Geräte übrig und möchte Ihnen gerade erklären, dass es besser ist, diese zu übernehmen, weil sie dies, dies und dies besser können als jene.

[33:51] Persönliche Erfahrungen mit Übernahmen
Jerry Helmers: Wir sind zwar ein wenig vom Thema abgekommen, aber das war durchaus relevant. Hast du auf die Fragen, die du gestellt hast, eine Antwort erhalten, die dich zufriedenstellt?
Maarten Zegstroo: Ich habe noch eine kurze Frage. Wie hast du all diese Übernahmen erlebt?
Jerry Helmers: Das stand, glaube ich, auch noch offen.
Don van Etten: Es klingt zwar ziemlich dumm, aber positiv.
Maarten Zegstroo: Ja, das geht natürlich immer.
Jerry Helmers: Warum sollte das dumm klingen?
Maarten Zegstroo: Ich habe die Frage auch nicht gestellt, weil ich eine negative Antwort erwartet hätte.
Don van Etten: Nein, überhaupt nicht. Die Menschen sind doch oft unsicher. Was passiert mit meinem Job? Was passiert mit meiner Position? Bin ich noch dabei? Muss ich gehen? Und diese Unsicherheit habe ich sicherlich auch bei anderen Kollegen beobachtet. Ich versuche immer, das Ganze umzukehren: Jede Veränderung bringt auch eine Chance mit sich. Persönlich.
Jerry Helmers: Aber das merkt man erst ein Jahr später.
Don van Etten: Na ja, warum denn? Nein, das muss nicht unbedingt so sein. Ich meine, wie ich schon gesagt habe. Manchmal, als wir noch Konkurrenten waren, gab es durchaus Dinge bei Beko, auf die ich neidisch war. Als klar wurde, dass wir uns zusammenschließen würden, dachte ich mir sofort: Hey, das ist toll, denn das kann ich dann auch gleich machen, oder das habe ich dann auch gleich.
Jerry Helmers: Verstehe. Ich möchte nun zum nächsten Abschnitt übergehen. Ich sehe, dass Maarten noch immer einen etwas gerunzelten, ernsten Gesichtsausdruck hat…
Maarten Zegstroo: Nein, da stimme ich voll und ganz zu.
Jerry Helmers: Nein, alles bestens. Denn wir werden noch über „Smart Living“ sprechen, einen Ausblick auf die Küchenmeile geben und – PSV- und Feyenoord-Fans aufgepasst – über den AFC Ajax. Aber zuerst zum Thema „Smart Living“. Ich schaue Anthony an.

[35:22] Was ist „Smart Living“?
Jerry Helmers: „Smart Living“ – worum ging es bei dieser Studie?
Anthony Assi: „Smart Living“ – wenn man die Definition von Beko zugrunde legt oder das, wofür es unserer Meinung nach steht – lässt sich ganz einfach als Produkte beschreiben, die das Leben zu Hause ein kleines bisschen einfacher machen, sowie als Technologien, die dafür sorgen, dass man beispielsweise Wasser oder Energie sehr clever nutzen kann.
Jerry Helmers: Aber war das Leben vorher denn so kompliziert?
Anthony Assi: Ich glaube, wir haben mittlerweile einen viel besseren Überblick über alles, was wir ausgeben, was wir verbrauchen und so weiter. Ich sehe also auf jeden Fall sehr viele positive Aspekte in den Technologien, die derzeit auf den Markt kommen.
Jerry Helmers: Ja, aber war das Leben vorher kompliziert? Wir haben es doch damals auch immer irgendwie geschafft, oder?
Anthony Assi: Das stimmt auf jeden Fall.
Jerry Helmers: Na ja, ich werde ihn mal kurz an Don weiterleiten.
Don van Etten: Das lässt sich natürlich schon sehr weit fassen.
Jerry Helmers: Ja, auf jeden Fall. Und das gefällt mir. Nein, ja, „Smart Living“. Anthony hat das meiner Meinung nach gut erklärt. Aber es ist ein Konzept, über das wir meiner Meinung nach auf dem Markt immer öfter sprechen werden.
Don van Etten: Stimmt. Das hat man übrigens auch auf der EuroCucina gesehen. Man sieht, dass jeder Hersteller seine Geräte mit KI ausstattet. Aber vor so vielen Jahren hat man auf der IFA eigentlich genau dasselbe gesehen. Alles musste vernetzt sein, und das sollte die Zukunft sein. Der rote Faden war damals also „vernetzt“, WLAN und so weiter und so fort. Was man heute jedoch sieht – und das ist definitiv ein ganz großer Vorteil, auch für den Verbraucher –, ist: Leider gehen Geräte kaputt. Da hilft auch kein Ausweichen. Die heutige Technologie sorgt jedoch dafür, dass das Gerät die Störung selbst erkennen und an den Hersteller weiterleiten kann, sodass der Techniker, der zum Beispiel vorbeikommt, auch gleich das richtige Ersatzteil dabei hat.
Jerry Helmers: Nun, aber das ist doch ein Aspekt, durch den das Leben heute im Vergleich zu früher einfacher wird. Ja, das ist gut erklärt. Aber worum ging es denn in dieser Studie?

[37:10] Smart-Living-Index
Anthony Assi: Nun, wir haben eine Studie durchgeführt, den „Smart Living Index“, in deren Rahmen wir 12.000 Befragte aus aller Welt befragt haben. Insgesamt sind es zwölf Länder. Wir haben ihnen Fragen zum Wasserverbrauch, zum Energieverbrauch, zur Nachhaltigkeit und zu intelligenten Technologien gestellt. Daraus haben sich einige interessante Erkenntnisse ergeben. Ich habe das gerade schon kurz angesprochen. Wenn man sich den niederländischen Markt genauer ansieht, stellen wir zum Beispiel fest, dass sehr viele Befragte angeben, dass es ihnen wichtig ist, Geräte im Haushalt zu haben, die einen Überblick darüber geben, wie viel Wasser oder Strom man verbraucht. Gleichzeitig geben dieselben Befragten aber auch an, dass sie eigentlich noch nicht so recht wissen, wie das geht, und es noch zu kompliziert finden. Und ja, daraus können wir lernen, dass wir als Beko noch viel tun müssen … Ja, wir müssen noch einen Schritt weitergehen, um es den Verbrauchern zu erleichtern, dies auch tatsächlich umzusetzen.
Jerry Helmers: Das bedeutet also auch, dass der Verkäufer im Küchenausstellungsraum sich mit all dem auskennen muss, denn er ist letztendlich derjenige, der es dem Verbraucher einigermaßen verständlich erklären muss.
Don van Etten: Da stimme ich voll und ganz zu.
Jerry Helmers: Passiert das wirklich?
Don van Etten: Nun ja, aber da liegt natürlich wieder eine große Aufgabe für uns, unsere Kundenbetreuer. Die müssen dafür sorgen, dass sie es den Verkäufern richtig erklären, und die Verkäufer müssen es wiederum den Verbrauchern richtig erklären. Nur dann kommt man wieder auf die Frage zurück: Wie wird diese Küche verkauft? Denn wenn die Geräte tatsächlich nur eine Nebensache sind, wird darüber nicht besonders viel gesprochen werden. Dann geht es vor allem darum, die Küche zu entwerfen und den Verbraucher für diese Küche zu begeistern. Und dann: „Können Sie diese Geräte dazu nehmen?“ Punkt. Ja. Und ich denke übrigens, dass ein Verkäufer auch mehr aus diesem Küchenverkauf herausholen kann, indem er sich gründlich mit allen Spezifikationen auseinandersetzt, um eben nicht das Gerät für 1.200 Euro zu verkaufen, sondern das für 2.000 Euro, weil es für den Verbraucher tatsächlich einen Mehrwert hat.

[39:13] Die Entwicklung intelligenter Geräte
Jerry Helmers: Maarten, „Smart Living“ – wie siehst du das? Wenn wir in zwei Jahren erneut über „Smart Living“ sprechen würden, wären wir dann weiter als heute?
Maarten Zegstroo: Oh, das glaube ich schon. Es ist schon eine ganze Weile her, dass Geräte „smart“ wurden, obwohl sie das manchmal gar nicht sein mussten. Ich brauche keine Push-Benachrichtigung, dass mein Geschirrspüler fertig ist. Oft höre ich schon den Schlusspiepton oder sehe die kleine Zahl oder den grünen Punkt auf dem Boden, das hilft einem also schon ziemlich weiter. Das fand ich in den Anfangsjahren. Man sieht in den letzten Jahren schon, dass es den Verbrauchern immer leichter gemacht wird, beim Kochen auf gute und möglichst einfache Weise entlastet zu werden. Wenn ich in diesem Fall vom Backofen spreche, dann meine ich, dass das Gericht, das man zubereiten möchte, vom Backofen selbst auf die bestmögliche Art und Weise zubereitet wird. Eigentlich, um es kurz auf den Punkt zu bringen. Und darin sehe ich wirklich positive Entwicklungen. Das „Restaurant spielen“ zu Hause wird immer einfacher gemacht, und das begrüße ich sehr.
Jerry Helmers: Aber macht Kochen überhaupt noch Spaß, wenn sich das alles so nach dem „Smart Living“-Prinzip programmieren lässt?
Don van Etten: Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Aber wenn du mich persönlich fragst: Für mich ist es Entspannung. Auf jeden Fall.
Jerry Helmers: Aber ist es auch Entspannung, wenn eigentlich alles durch KI oder „Smart Living“ – oder welches Konzept auch immer man vertritt – geregelt wird?
Don van Etten: Nun, KI sorgt nicht dafür, dass dein Gemüse geschnitten wird. KI sorgt nicht dafür…
Jerry Helmers: Vielleicht in ein paar Jahren.
Don van Etten: Ja, vielleicht. Ja, das könnte sein. Dann musst du mir diese Frage noch einmal stellen. Ich stimme Maarten voll und ganz zu: Wenn man sich die heutige Technologie ansieht, wird man Schritt für Schritt angeleitet. Wann muss man dies in den Ofen schieben? Wann muss man das in den Ofen schieben?
Jerry Helmers: Ja, aber genau das ist der Punkt, den ich ansprechen möchte. Es scheint, als dürfe nichts mehr schiefgehen. Wir schaffen doch gerade eine Gesellschaft, in der wir irgendwann tatsächlich keine Fehler oder missglückte Apfeltaschen mehr ertragen können. Wie siehst du das aus Sicht von Beko, und wie seht ihr das in Belgien, Anthony?
Anthony Assi: Ich sehe das eher positiv. Ich sehe es eher als Vorteil. Ich glaube, dass die Technologien dazu beitragen können, dass wir letztendlich besser in der Küche werden, was früher vielleicht weniger der Fall war. Aber um vielleicht noch einmal auf diese Studie zurückzukommen: Was wir dort auch sehen, ist, dass … Dort haben wir auch nach KI und Ähnlichem sowie nach intelligenten Technologien gefragt. Und dort sehen wir, dass die Verbraucher auch sagen: Okay, wir finden es wichtig, dass wir intelligente Produkte haben, aber Technologie um der Technologie willen nützt den Verbrauchern nichts.
Jerry Helmers: Nein, genau.
Anthony Assi: Was sie wirklich suchen, ist eine Technologie, die es ermöglicht, tatsächlich besser zu werden, zum Beispiel in der Küche.
Jerry Helmers: Klar.
Anthony Assi: Und das ist ihnen sehr wichtig.
Jerry Helmers: Klar.
Maarten Zegstroo: Ich verstehe schon, was du meinst, Jerry. Denn du fragst ja auch einfach: Macht es noch Spaß? Denn wenn man ein bestimmtes Gericht gut beherrscht, wird es bald jeder gut beherrschen.
Jerry Helmers: Ja, denn man muss doch auch über einen zusammengefallenen Apfelkuchen lachen können, oder?
Maarten Zegstroo: Ja.
Jerry Helmers: Ja.
Maarten Zegstroo: Ja, das würde wohl auch nicht für alle gelten, denke ich. Es wird sicher auch Leute geben, die in der Küche weinen werden. Aber ich glaube, dass die Leute, wenn sie gut essen wollen, das jetzt tun können, ohne dass man unbedingt sehr gut sein muss.
Don van Etten: Aber nicht nur das. Ich meine, egal, ob man es auf dem Display des Ofens verfolgt oder ein Rezept herausholt und die Schritte befolgt. Ja, darum geht es doch, oder?
Maarten Zegstroo: Wenn du Omas Rezept verwendest, Jerry, dann steht in Omas Rezept nicht acht Minuten, sondern sieben.
Don van Etten: Genau.
Maarten Zegstroo: KI.
Jerry Helmers: Okay, na ja, ich glaube, ich werde langsam fast sechzig.
Maarten Zegstroo: Ja, das stimmt.
Jerry Helmers: Aber gut, was diese neue Technologie angeht, also die Unterstützung, die KI den Verbrauchern bieten wird – darüber werden wir zweifellos auch auf der Küchenmeile sprechen.
Don van Etten: Auf jeden Fall.

[43:17] Vorschau auf die Küchenmeile 2026
Jerry Helmers: Wie ich bereits sagte, findet diese Podcast-Aufnahme Anfang September statt. In etwa drei Wochen, gerechnet ab heute, sind wir alle wieder dort in Deutschland. Don, ich möchte von dir einen spannenden Ausblick auf die Küchenmeile 2026.
Don van Etten: Ja, und dann kann ich dir nur erzählen, was du bei uns zu sehen bekommst.
Jerry Helmers: Ja, aber das ist doch aufregend, oder?
Don van Etten: Auf jeden Fall, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Was gibt es bei uns zu sehen? Wie ich gerade bereits erwähnt habe, werden wir die neue Produktreihe von Whirlpool vorstellen. Diese wird bereits ab Ende dieses Jahres erhältlich sein. Sie wird dann Bauknecht ablösen. Aber noch viel interessanter ist, was wir zeigen werden: Ende nächsten Jahres werden wir eine völlig neue Produktreihe namens Genesis auf den Markt bringen. Davon haben wir auf der EuroCucina bereits einen kleinen Vorgeschmack gegeben. In einer Art „Hidden Room“ und für besondere Gäste und so weiter und so fort. Davon werden wir in Deutschland einem breiteren Publikum noch viel mehr zeigen. Und das ist auf jeden Fall sehenswert. Das ist wirklich eine High-End-Serie von Whirlpool. Wenn man sich die Küche rein äußerlich ansieht: schöne matte Oberfläche, grifflos, natürlich mit KI.
Jerry Helmers: In Deutschland sagt man doch „KI“, oder?
Don van Etten: In Deutschland sagt man „K.I.“ – es lohnt sich, sich das einmal anzusehen. Außerdem sind wir natürlich mit der Marke Beko umgezogen, da wir ja nun zwei Unternehmen geworden sind. Küchenmeile, Gut Böckel – wir befinden uns mittlerweile in einem gemeinsamen Gebäude, was es auch interessant macht, dort einmal vorbeizuschauen, um zu sehen, was sich alles verändert hat.
Jerry Helmers: Sag mal, Anthony, bist du selbst auch auf der Küchenmeile? Hast du dir vorgenommen, dorthin zu gehen?
Anthony Assi: Ja, ich werde dabei sein.
Jerry Helmers: Ja, gibt es dort ein paar leckere Häppchen? Können wir an eurem Stand ein Glas Champagner bekommen? Macht uns mal ein bisschen Lust darauf.
Anthony Assi: Ich denke jedenfalls, dass es dort immer gemütlich zugeht – das habe ich zumindest gehört.
Jerry Helmers: Ja, denn es wird dein erstes Mal sein.
Anthony Assi: Ich glaube, ich bin zum ersten Mal dabei. Ich bin auch schon sehr gespannt. Ich bin selbst sehr gespannt darauf, zu sehen, wie die beiden Marken nebeneinander präsentiert werden. Und natürlich auch auf die Atmosphäre. Es scheint mir ein sehr schöner Ort zu sein, um alles zu entdecken.
Jerry Helmers: Maarten, gehst du zur Küchenmeile?
Maarten Zegstroo: Auf jeden Fall. Ja, ich wollte gerade sagen: Wenn du nicht da bist … Was die Küchenmeile angeht, kann ich auch sagen, dass ich Gut Böckel in den letzten Jahren als einen Ort empfinde, den ich immer lieber besuche.
Don van Etten: Das stimmt.
Maarten Zegstroo: Früher war das wirklich so eine Art „deutsche Ecke“. Abgesehen von Miele. Ich bin wegen Miele dorthin gegangen. Ansonsten gab es dort hauptsächlich deutsche Unternehmen. Und jetzt sieht man doch etwas mehr, dass auch die niederländische Niederlassung vertreten ist. Das liegt auch ein bisschen an der MHK, die dort steht. Also nein, ich freue mich auf jeden Fall darauf.
Don van Etten: Das ist völlig in Ordnung. Man sieht auch die Zusammenarbeit zwischen den niederländischen Unternehmen. Wir machen also gemeinsam Werbung, um tatsächlich so viele Niederländer wie möglich dorthin zu locken.

[46:03] Praktische Informationen zur Küchenmeile
Jerry Helmers: Bevor wir die PSV- und Feyenoord-Fans bitten, diesen Podcast kurz stummzuschalten – denn es geht um den AFC Ajax und Amsterdam –, lassen Sie uns noch kurz auf die geschäftliche Seite eingehen. Sagen Sie uns doch bitte, von welchem Datum bis zu welchem Datum die Küchenmeile stattfindet. Nenne noch einmal die Standnummer, die Adresse und den Veranstaltungsort. Hast du die gerade zur Hand?
Don van Etten: Wir haben keine Standnummer. Wir haben einfach unser eigenes Gebäude.
Jerry Helmers: Das Gebäude, ja, genau.
Don van Etten: Gut Böckel. Wer die „Küchenmeile Nederland“ kennt, der weiß, wo er uns findet. Soweit ich weiß, läuft die Veranstaltung offiziell bis zum 24. September. Und wir werden jeden Tag vertreten sein. Das bedeutet also, dass wir vom 20. bis zum 24. September mit einem kompletten Team vor Ort sind. Wir freuen uns sehr darauf, die niederländischen Gäste zu empfangen und ihnen unsere schönen neuen Produkte zu präsentieren.
Jerry Helmers: Natürlich. Das ist so ein schöner Glücksmoment, den man einfach nutzen muss. Und all die Fachgeschäfte für Küchenausstattung, die Don persönlich treffen oder Anthony kennenlernen wollen – nun, die wissen jetzt, wohin sie gehen müssen. Und die sehen dann vielleicht auch Maarten dort in den Fluren herumstreifen.

[47:03] Zusammenarbeit zwischen Beko und Ajax
Jerry Helmers: Na gut, Ajax. Warum reden wir hier bei „KeukenCast“, dem Podcast für den Küchenspezialhandel in den Niederlanden, plötzlich über diesen Fußballverein aus Amsterdam? Es ist zwar mein Verein, aber ich möchte nur Positives hören. Don, warum müssen wir über Ajax sprechen?
Don van Etten: Weil wir seit letztem Jahr eine Partnerschaft mit Ajax eingegangen sind. Deshalb werden wir über Ajax sprechen.
Jerry Helmers: Sag mal: Wie sieht diese Zusammenarbeit denn aus? Das ist meine erste Frage. Und die zweite Frage lautet: Hast du VIP-Karten für Maarten und mich für das Spiel Ajax gegen Feyenoord?
Don van Etten: Darauf komme ich noch zurück. Aber ich glaube, Anthony kann sehr schön über unsere Zusammenarbeit mit Ajax berichten.
Anthony Assi: Ja, ich denke, in erster Linie, weil es von Natur aus eine sehr gute Übereinstimmung zwischen den beiden Unternehmen, Beko und Ajax, gab. Bei Ajax dreht sich vieles um Leistung, sie engagieren sich stark für Nachhaltigkeit und die Förderung einer neuen Generation. Und das sind Werte, die auch bei Beko eine Rolle spielen. Vertrauen ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt. Wie bereits erwähnt, sind wir für drei Jahre der „Official Confidence Partner“ von Ajax geworden. Es geht also weit über ein klassisches Sponsoring hinaus. Wir werden auch aktiv in die Entwicklung von Projekten investieren, um diese neue Generation auszubilden. Aber natürlich – und das können wir auch nicht außer Acht lassen – handelt es sich um einen sehr großen Verein mit einer enormen Reichweite und einer sehr engen Bindung zu vielen niederländischen Verbrauchern, die wir somit ansprechen und denen wir unsere Werte auf glaubwürdige Weise vermitteln können.
Jerry Helmers: Wie sehen diese Werbemaßnahmen denn aus? Wie kann ein zufälliger Passant in der Amsterdam ArenA erkennen, dass dort etwas von Beko zu sehen ist?
Anthony Assi: Nun, da gibt es natürlich die klassische Sichtbarkeit im Stadion. Also ja, Banner und Ähnliches. Aber wir sind eigentlich weit über diese klassische Sichtbarkeit hinausgegangen. Wir haben Partnerschaften mit Ajax aufgebaut. Vor kurzem haben wir an einem Tag der offenen Tür teilgenommen, bei dem vor allem die Jugend anwesend war. Die konnten dann auch wirklich an einem Training von Ajax teilnehmen. Wir haben außerdem selbst eine Aktion neben dem Stadion organisiert, bei der wir zwei Waschmaschinen und einen Wäschetrockner aufgestellt haben. Die Kinder durften dann einen Ball in die Waschmaschine treten und konnten so ein signiertes Trikot gewinnen.
Jerry Helmers: Sehr schön.
Anthony Assi: Das war wirklich toll. Bald findet auch die Ajax Clinic statt, bei der wir mithelfen. Ein ganzer Tag lang ein echtes Ajax-Erlebnis. Und dort werden wir auch dabei sein.
Jerry Helmers: Schön.
Anthony Assi: Und mit Blick auf die Zukunft sollten wir uns auch beispielsweise mit Nachhaltigkeit befassen. Wie wir diese Partnerschaften tatsächlich mit Leben erfüllen können.
Jerry Helmers: Eine ziemlich einzigartige Zusammenarbeit. Es ist genau so, wie du sagst: Es geht über das bloße Aufstellen eines Schildes an der Mittellinie oder an der Seitenlinie hinaus.
Don van Etten: Ja, genau. Und es geht natürlich noch viel weiter als das. Denn wie man es auch dreht und wendet: Wenn man dort hineingeht, dann löst das doch etwas aus.
Jerry Helmers: Auf jeden Fall.
Don van Etten: Okay, die eingefleischten Fans von Feyenoord und PSV, die werden in der Tat…
Jerry Helmers: Die hören jetzt doch mal zu.
Don van Etten: Genau, die haben ihn schon stummgeschaltet. Aber es hat schon eine gewisse Wirkung. Wie gesagt, ich selbst bin kein Ajax-Fan.
Jerry Helmers: Na ja.
Don van Etten: Aber es berührt mich immer wieder, wenn ich dieses Stadion betrete. Und ich finde es schön, mir ein Spiel anzusehen. Außerdem sage ich aus geschäftlicher Sicht immer: Ajax spielt immer gegen eine Mannschaft aus einer anderen Stadt. Man hat also auch immer Kunden, die man dorthin mitnehmen kann und die daran interessiert sind.
Jerry Helmers: Egal, ob man nun Fan von Ajax ist oder nicht. Schön. Nun, die zweite Frage, die ich noch gestellt habe: die VIP-Karten für Maarten und mich. Ja, und dann wurde es hier plötzlich still.
Don van Etten: Es gibt VIP-Karten und normale Karten.
Jerry Helmers: Ja, genau.
Maarten Zegstroo: Ja, das stimmt.
Don van Etten: Nächstes Wochenende steht Ajax gegen PSV auf dem Programm.
Jerry Helmers: Ja, ja, das geht zufällig. Nun, hier werden wir gleich nach dieser Aufnahme noch eine gründliche Wartung durchführen.
Maarten Zegstroo: Ich hoffe, dass ich bei einem Verein wie AZ oder so spiele…
Jerry Helmers: Nein, nein, nein.
Maarten Zegstroo: Ich bin dafür [unverständlich]. Nein, was mir gefallen hat, denn meiner Meinung nach war das der erste Werbespot. Schau mal, man geht eine Zusammenarbeit ein mit – lass es mich mal neutral formulieren – einem der drei größten Vereine der Niederlande. Und ich glaube, in dem ersten Werbespot ging es um den Herrn, der die Wäsche machte. Meiner Meinung nach auch für die Nachwuchsspieler. Ich fand das eine ganz besondere Wahl. Denn natürlich hätte man als Erstes sagen können: Wir, Beko, arbeiten mit Ajax zusammen, und dann wären die Spieler von Ajax 1 oder der Trainer ins Bild gekommen. Nein, es war schön gefilmt, im Stil einer Dokumentation. Der Mann, der die Wäsche machte – wie wichtig es war, dass die Wäsche richtig gemacht wurde. Ich fand das eine sehr schöne Wahl, weil es eigentlich auch eine gewisse familiäre Note vermittelte, sozusagen. Aber ich fand es auch einfach schön, dass man sich für diese Seite des Sports, für diesen Fußballverein entschieden hat und nicht sofort die Starspieler, um es mal so zu sagen.
Don van Etten: Das stimmt. Das war auch eine bewusste Entscheidung.

[52:20] Drei Tipps für den Küchenspezialisten
Jerry Helmers: Alle, die ihn stummgeschaltet hatten, können ihn jetzt wieder einschalten. Denn wir hatten den Zuhörern versprochen – vielleicht habe ich euch das auch ein bisschen aufgezwungen –, dass wir drei oder vier Tipps für diese Küchenausstellungsraum-Verkäufer formulieren werden. Wie weit seid ihr damit schon gekommen? Wer von euch beiden möchte das Wort ergreifen, um kurz und bündig drei oder vier gute Tipps zu geben, mit denen der Verkäufer im Küchenausstellungsraum und auch der Unternehmer in diesem Küchenspezialgeschäft etwas anfangen kann?
Don van Etten: Ja, was ich als Tipp – oder besser gesagt: als Tipps – mitgeben möchte: Traut euch, Entscheidungen zu treffen. Und was meine ich damit genau? Nehmen wir mal an, ich muss das auch erklären.
Jerry Helmers: Ja.
Don van Etten: Was man noch allzu oft sieht, ist eine Zersplitterung der Sortimente. Man traut sich nicht, eine klare Entscheidung für Hersteller A, B oder C zu treffen, sondern entscheidet sich für Hersteller A, B, C, D, E, F. Das macht Sie als Partner für einen Hersteller weniger interessant. Trauen Sie sich also, Entscheidungen zu treffen. Das halte ich für eine sehr wichtige erste Entscheidung bzw. den ersten Tipp. Der zweite: Machen Sie den Kauf einer Küche zu einem echten Erlebnis für den Verbraucher. Und zwar zu einem echten Erlebnis. Ein Verbraucher kauft – wenn alles gut geht – nicht jedes Jahr eine neue Küche, daher ist das für ihn ein wirklich wichtiger Moment. Heutzutage hat er zudem die Möglichkeit, die Küchenausstellungsräume A, B, C, D, E in einem Umkreis von drei Kilometern zu besuchen.
Jerry Helmers: Ich habe da allerdings eine Frage: Was ist denn dann ein Erlebnis? Ich meine, ich habe selbst vor mindestens einem Jahr eine Küche gekauft und damals dachte ich: Das war kein Erlebnis.
Don van Etten: Nein, aber du hast es doch gekauft.
Jerry Helmers: Ja, weil wir bald eine neue Wohnung bekommen.
Don van Etten: Ja, aber warum bist du nicht zu einer anderen gegangen?
Jerry Helmers: Nun ja, in diesem Sinne ist das also ein Projektlieferant für die Wohnung.
Don van Etten: Ja.
Jerry Helmers: Das ist auch eine praktische Entscheidung. Denn wenn man umzieht, spart man sehr viel Zeit und muss sich um viele Dinge nicht selbst kümmern. Aber das war kein Erlebnis. Deshalb möchte ich von dir wissen: Was ist ein Erlebnis?
Don van Etten: Für mich bedeutet „Erlebnis“, dass der Kauf dieser Küche ein echtes Fest ist. Dass man am liebsten den Verkäufer umarmen möchte, der einem diese Küche verkauft hat. So nach dem Motto: „Das hast du wirklich toll gemacht. Vielen Dank.“.
Jerry Helmers: Nein, nein. So muss es sein. Dem hätte ich gerne einen Tritt in den Hintern verpasst.
Don van Etten: Ja, aber das ist eine verpasste Chance für diesen Verkäufer.
Jerry Helmers: Auf jeden Fall.
Don van Etten: Vielleicht hättest du etwas mehr Geld ausgegeben, wenn du dieses Erlebnis gehabt hättest.
Jerry Helmers: Nun, letztendlich ist es uns gelungen, mit einem anderen Verkäufer dort ins Gespräch zu kommen, und dann haben wir uns doch geeinigt. Aber mit dem ersten Verkäufer konnten wir uns nicht einigen.
Maarten Zegstroo: Auch das kann durchaus mal vorkommen.
Don van Etten: Der dritte Tipp: Achten Sie vor allem auf die aktuellen Trends. Ich besuche immer noch zu viele Ausstellungsräume, bei denen ich denke: Die haben den Trend irgendwie verpasst. Oder das ist der Trend von vor zehn Jahren. Mit anderen Worten: Der Ausstellungsraum ist nicht auf dem neuesten Stand. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Showroom immer auf dem neuesten Stand ist.
Jerry Helmers: Also kommt zur Küchenmeile.
Don van Etten: Dann komm doch zur Küchenmeile. Du bist mir gerade zuvorgekommen.
Jerry Helmers: Ich kann nicht einmal deine Gedanken lesen. Oder doch? Hast du noch einen vierten Tipp? Oder verlange ich jetzt zu viel?
Don van Etten: Nein, ich habe drei vorbereitet.
Jerry Helmers: Okay, du hast drei. Das ist völlig in Ordnung. Dann belassen wir es bei diesen drei. Denn wir haben ja noch den absoluten Abschluss dieses Podcasts: die Hall of Fame. Also, Don, ich frage dich jetzt: Bist du bereit für deine 90 Sekunden Ruhm?
Don van Etten: Ganz genau.

[55:50] 90 Sekunden Ruhm
Don van Etten: Zunächst einmal möchte ich mich bei euch für die Einladung bedanken. Eine schöne Erfahrung. Das wollte ich nur sagen. Außerdem möchte ich noch eine Sache anmerken. Und zwar, dass man beim Verkauf einer Küche nicht nur mit einem schönen Design oder tollen Geräten oder was auch immer auskommt. Es muss ein Erlebnis sein. Letztendlich muss es ein Moment des Vertrauens sein. Wie ich gerade bereits angedeutet habe: Wir wollen nicht einfach nur ein Hersteller sein, sondern ein echter Partner des Unternehmers. Damit wollen wir den Unterschied ausmachen. Wir wollen bei Sortiment, Rentabilität, Service und den aktuellen Marktentwicklungen mitdenken. Das ist uns sehr wichtig. Kurze Wege, schnelles Handeln und das Tun, was nötig ist. Das ist auch der Grund, warum wir vor anderthalb Jahren ein komplett neues Team mit KRT-spezialisierten Vertriebsmitarbeitern aufgebaut haben, die Tag und Nacht für den Unternehmer bereitstehen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist – und das ist wirklich entscheidend –, dass wir 95 Prozent unserer Produkte in unseren eigenen europäischen Werken herstellen. Das ist ein wichtiger Punkt, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Deshalb würde ich sagen: Kommen Sie zur Küchenmeile, erleben Sie selbst, was Beko ist, was Whirlpool ist. Und dann erkläre ich Ihnen gerne noch viel mehr: die Nachhaltigkeit und das neue Team.

[57:25] Zurück zur Ausgangsstellung
Jerry Helmers: Aber ich möchte zum Abschluss noch einmal auf eine der Thesen zurückkommen, die ich zu Beginn vorgestellt habe. Denn darüber wurde etwas verlegen gelacht. Wir haben jedenfalls ein bisschen darüber gelacht: Wie sollen wir darauf denn nun antworten? Die These lautete: Ein Küchengerät mit zehn Funktionen, von denen der Verbraucher nur drei nutzt, ist eigentlich sehr schlecht konzipiert. Und du musstest auch ein bisschen lachen, Don. Du hast die Augenbrauen etwas zusammengezogen. Also möchte ich… Ihr habt alle drei „nicht einverstanden“ gesagt.
Don van Etten: Ja, das stimmt.
Jerry Helmers: Gib doch mal einen kurzen Überblick über den Kontext oder erzähle, was dir dabei durch den Kopf gegangen ist.
Don van Etten: Ich will ehrlich sein: Ich habe gesagt, dass ich anderer Meinung bin, um diejenigen, die bei uns die Produkte entwickeln, nicht zu verärgern. Nein, das war nur ein Scherz. Nein, aber letztendlich ist es doch so. Ich glaube, es gibt auch allerlei Studien dazu, die zeigen, dass man als Verbraucher oft nur ein und dasselbe Programm nutzt. Das ist keine gute Wahl, denn ein Gerät mit nur drei Programmen ist oft wirklich sehr einfach ausgestattet. Während dieses Produkt mit zehn Programmen viel mehr umfasst als nur diese zehn Programme. Klar. Deshalb bin ich anderer Meinung.
Jerry Helmers: In Ordnung.
Anthony Assi: Ich denke, es liegt auch ein bisschen an uns als Marke, diese verschiedenen Funktionen dann etwas besser zu erklären. Es ist nicht so sehr, dass das Gerät deshalb schlecht gemacht ist, aber ich denke, vielleicht sollten wir den Kunden etwas besser vermitteln, wie sie diese Technologien nutzen können.
Jerry Helmers: Ja, genau. So sei es festgehalten.

[59:01] Schließen
Jerry Helmers: Anthony, nehmen wir einmal an, ihr würdet in Belgien einen Vertrag mit einem belgischen Fußballverein nach dem Vorbild von Ajax abschließen. Welcher Fußballverein wäre das dann?
Anthony Assi: Ich war schon immer Fan von Anderlecht.
Jerry Helmers: Anderlecht – da muss also mal etwas unternommen werden. Okay, na gut. Falls jemand aus der Geschäftsführung von Anderlecht zuhört: Meldet euch. Meine Herren, ich möchte euch dafür danken, dass ihr ins Studio gekommen seid. Don und Anthony, ihr habt die Reise von eurer Heimatstadt hierher nach Weert auf euch genommen. Vielen Dank dafür. Auch den Zuhörern möchte ich ganz herzlich für ihr Zuhören danken. Das war KeukenCast, der Podcast für alle Fachleute in der Küchenbranche.

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